Hamburg - Jens Lehmanns FC Arsenal hat überraschend das Viertelfinale der Fußball-Champions-League verpasst. Einen Tag nach dem K.o. für Titelverteidiger FC Barcelona in Liverpool musste auch Barcas letztjähriger Endspiel-Gegner schon im Achtelfinale die Segel streichen.
Die Londoner kamen über ein 1:1 gegen den PSV Eindhoven nicht hinaus, der im Hinspiel 1:0 gesiegt hatte. Neben den Niederländern zogen Manchester United (1:0 gegen OSC Lille), Bayern München (2:1 gegen Real Madrid) und der AC Mailand in die nächste Runde ein. Milan setzte sich erst in der Verlängerung dank Kakas Treffer in der 93. Minute 1:0 gegen Celtic Glasgow durch.
Bereits am Vorabend waren neben dem FC Liverpool auch der FC Chelsea (2:1 gegen den FC Porto) sowie der FC Valencia (0:0 gegen Inter Mailand) und der AS Rom (2:0 bei Olympique Lyon) in die nächste Runde eingezogen. Die Auslosung der Viertelfinal- und Halbfinal- Begegnungen findet am 9. März in Athen statt. Gespielt wird die Runde der Top-Acht am 3./4. und 10./11. April.
Arsenal war von Beginn an bemüht, das Hinspiel-0:1 wettzumachen. 11:2 Torchancen standen allein bis zur Pause zu Buche, nur Zählbares fehlte. So war es fast symptomatisch, dass Alex (58.) per Eigentor für die Führung der Londoner sorgte. Mit einem tollen Kopfball schaffte Eindhovens Brasilianer gegen den chancenlosen Lehmann im Arsenal-Tor (84.) allerdings auch den zum Weiterkommen wichtigen Ausgleich - und hatte somit am Ende doch noch Grund zum Jubel.
Manchester United hielt mit dem 1:0-Auswärtserfolg aus Lille im Rücken beste Karten in der Hand, doch die Franzosen forderten dem Premier-League-Spitzeneiter alles ab. Henrik Larssons Tor (72.) in dessen letztem Spiel für ManU befreite die Briten von allen Sorgen. Das Fußball-Mutterland hat damit drei Teams unter den letzten Acht.
Der FC Bayern lag gegen Real Madrid dank des schnellsten Treffers der Champions-League-Geschichte durch Roy Makaay, der nach nur zehn Sekunden traf und die bisherige Bestmarke von Arsenals Gilberto Silva von 2002 (20,7 Sekunden) unterbot, vorn. Damit hatte der FCB früh den 2:3-Rückstand aus dem ersten Duell getilgt. Nach Toren von Lucio zum 2:0 (66.) und Ruud van Nistelrooy (83./Foulelfmeter) für Real kamen die Münchner am Ende dank der mehr erzielten Auswärtstreffer weiter.
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