München - Nach dem voraussichtlichen Scheitern im Aufstiegskampf werden Fußball-Zweitligist TSV 1860 München und Trainer Walter Schachner ihre Zusammenarbeit im Sommer vorzeitig beenden.
In einem mehrstündigen Gespräch einigten sich Löwen-Sportdirektor Stefan Reuter und der 50 Jahre alte Österreicher auf eine einvernehmliche Auflösung des noch bis Juni 2008 gültigen Vertrages zum Saisonende. Über die finanziellen Modalitäten wurde zwischen beiden Seiten Stillschweigen vereinbart.
Unser gemeinsames Ziel ist, die Saison professionell zu Ende zu spielen und die bestmögliche Platzierung zu erreichen, erklärte Reuter am Freitag. Beispielhaft dafür gelten den Löwen die Liga-Konkurrenten SC Freiburg und SpVgg Greuther Fürth, die nach einem ebenfalls beschlossenen Trainerwechsel zum Saisonende in der Rückrunde sportlich klar im Aufwind sind.
Der Fürther Coach Benno Möhlmann wird pikanterweise in München als ein möglicher Kandidat für die Schachner-Nachfolge gehandelt. Eine Entscheidung, wer zum 1. Juli neuer Trainer bei 1860 wird, ist indes noch nicht gefallen. Wir streben hier aber schnellstmöglich eine Lösung an, teilte Reuter mit.
Schachner begrüßte es, dass die Spekulationen um seine Person jetzt ein Ende hätten. Wer mich kennt, weiß, dass ich hier bis zum Schluss für den Verein alles geben und mich weiter hundertprozentig engagieren werde. Ich hoffe, dass wir einen zufrieden stellenden Saisonabschluss erzielen können, sagte Schachner drei Tage vor dem schweren Auswärtsspiel am kommenden Montagabend beim Tabellenvierten 1. FC Kaiserslautern.
Der 50-jährige Schachner, der während seiner Karriere als Profi in 64 Länderspielen 23 Tore für Österreich erzielte, hatte das Traineramt bei den Löwen am 24. Januar 2006 aufgenommen, zwei Wochen nach seiner Beurlaubung beim Grazer AK, mit dem er 2004 österreichischer Meister und Pokalsieger geworden war. Er belegte mit den Münchnern in der vergangenen Saison den 13. Tabellenplatz und sollte die junge Mannschaft in der laufenden Spielzeit in die Bundesliga zurückführen. Nach einer Saison mit ständigen Auf und Abs stehen die Aufstiegschancen zehn Spieltage vor Saisonende bei acht Zählern Rückstand auf Rang drei allerdings schlecht.
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