Stuttgart - Rechtzeitig vor dem Rückrunden-Start gegen den 1. FC Nürnberg hat der VfB Stuttgart die letzte wichtige Personalie geklärt: Benjamin Lauth wechselt zunächst auf Leihbasis bis zum Saisonende vom HSV zum schwäbischen Bundesligisten, der eine Kaufoption besitzt.
Wir erwarten keine Wunderdinge von Benny, hoffen aber, dass er einschlägt, sagte Sportdirektor Horst Heldt. Der beim Tabellenvorletzten zuletzt zum Bankdrücker gewordene Lauth betonte: Ich will hier meine Chance nutzen. In Hamburg ist zuletzt alles etwas blöd gelaufen.
Nicht einmal 24 Stunden nach der Verpflichtung von Nürnbergs Torhüter Raphael Schäfer als Nachfolger von Nationalkeeper Timo Hildebrand und der sofortigen Abgabe des Dänen Jon Dahl Tomasson an den FC Villarreal ist damit auch der Fall Lauth geklärt. Der 25-Jährige absolvierte nach der sportärztlichen Untersuchung gleich eine Trainingseinheit bei seinem neuen Club. Ich bin körperlich top-fit, versicherte er und stichelte gegen seinen Ex-Trainer Thomas Doll. In Hamburg hatte ich nicht mehr die Chance zu spielen, was ich allerdings nicht für gerechtfertigt halte.
Vor allem Armin Veh hatte sich für Lauths Verpflichtung stark gemacht. Ich halte Benny für ein großes Talent, auch wenn er inzwischen etwas älter ist, lobte der VfB-Trainer den 25-Jährigen, den Verletzungen zurückgeworfen hätten. Veh: Aber er hat einen guten Eindruck auf mich gemacht. Jetzt steht er vor einem Neuanfang. Sein HSV-Kollege Doll, bei dem der fünfmalige Nationalstürmer zuletzt kaum zum Einsatz kam, begrüßte auch den von ihm gewünschten Wechsel: Für Lauth ist das der richtige Schritt. Er braucht den Tapetenwechsel. Wir drücken ihm die Daumen, dass er in Stuttgart schnell Fuß fasst.
Allerdings muss sich Edelreservist Lauth auch an seinem neuen Arbeitsplatz zunächst mal mit der Rolle auf der Bank begnügen. Das ist normal, meinte Veh, für den im Angriff Mario Gomez und Cacau gesetzt bleiben. Heldt stellte klar, es gebe keine Gedankenspiele, Lauth und Danijel Ljuboja miteinander zu verrechnen. Der Serbe kam vor dem Saisonstart nach unüberbrückbaren Meinungsverschiedenheiten mit dem VfB für 600 000 Euro Leihgebühr zu den Hanseaten. In seinem Fall handelt es sich laut Heldt jedoch um eine andere Kaufoption.
Auf Schäfer hält Veh große Stücke: Raphael ist ein intelligenter Bursche, der weiß, was er will. Er wird sich bei uns weiter entwickeln, sagte der VfB-Coach über den im Sommer kommenden neuen Keeper. Kein Problem sieht Veh darin, dass im Easycredit-Stadion der künftige und der aktuelle VfB-Keeper aufeinander treffen: Beide werden mit der Situation gut umgehen können, glaubt er.
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