Ronaldo will chinesische Firma verklagen | 2007-01-27
Peking - Brasiliens Fußballstar Ronaldo will eine chinesische Pharma-Firma verklagen, die mit seinem Konterfei seit Jahren unerlaubt Fernsehwerbung für populäre Halspastillen betrieben hat.
Wie regionale Medien in China berichteten, sind die TV-Spots seit September 2003 regelmäßig im regionalen und staatlichen Fernsehen ausgestrahlt worden. Damals hatte Ronaldo mit seinem Club Real Madrid das Reich der Mitte besucht. Erst kürzlich war der Wechsel des 30-Jährigen von Madrid zum AC Mailand als perfekt gemeldet worden. Ronaldo wurde 2002 mit Brasilien Weltmeister; schon als 17-Jähriger stand er 1994 im Aufgebot der siegreichen Selecao.
In dem Rechtsstreit berufen sich die Anwälte darauf, dass die Bilder von Ronaldo unerlaubt eingesetzt wurden und es auch keinen Werbevertrag zwischen dem Fußballer und der Golden Throat Company gibt. Das Unternehmen bestritt den Medienberichten zufolge dagegen, illegal gehandelt zu haben.
Der Werbespot mit Ronaldo, der darin eine Packung mit den in China weithin bekannten Halspastillen in der Hand hält, soll bei einem Abendessen der Firma für die Spieler von Real Madrid gedreht worden sein. Golden Throat habe Ronaldo damals angeblich 300 000 Dollar für Fotos und ein Video gezahlt, aber nichts über die Verwendung der Filme verlauten lassen. Dass er in der TV-Werbung auftaucht, habe der Brasilianer erst bei Anfragen weiterer chinesischer Firmen erfahren. Dies teilte Ronaldos Rechtsvertreter nach Angaben von China Radio International mit.