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Radu vermiest Heynckes das Jubiläum: Energie siegt | 2007-01-27


Cottbus - Der FC Energie hat Jupp Heynckes das Jubiläum gründlich verdorben. Zum Rückrunden-Auftakt der Fußball-Bundesliga schickte Cottbus die Borussia aus Mönchengladbach, bei der Heynckes ein trauriges 500. Bundesligaspiel als Trainer erlebte, mit einem 3:1 (2:0) nach Hause.

Für die - wie von Trainer Petrik Sander versprochen - mutiger als in der Vorrunde auftretenden Lausitzer war es der erste Sieg nach genau drei Monaten und acht vergeblichen Anläufen. Dagegen wartet Abstiegs-Kandidat Gladbach nun bereits seit elf Partien auf einen Dreier. Heynckes versuchte nach der Partie, alle aufkeimende Hektik zu ersticken: Ich sage auch heute, wir kommen da raus. Ich habe im Spiel nach vorn auch viele positive Dinge gesehen.

Gefeierter Held des Tages bei den Gastgebern, die mit nunmehr 20 Punkten den Abstand zur Borussia und zu einem Abstiegsrang auf fünf Zähler ausbauten, war Doppel-Torschütze Sergiu Radu (32. und 39. Minute). In einer verzweifelte Offensive nach der Pause gelang David Degen für den Auswärts-Patienten Gladbach nur noch der Anschluss (79.). Doch Vlad Munteanu (89.) machte nach einem Fehlgriff von Gladbachs Schlussmann Kasey Keller den dritten Saison-Heimsieg der Cottbuser perfekt. Wir haben viel umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, betonte Coach Petrik Sander. Vor allem Radu, vor der Winterpause oft ins Mittelfeld abgeschoben, blühte als echte zweite Spitze wieder auf.

Energie mit dem ablösefreien Neuzugang Mario Cvitanovic in der Abwehr, aber noch ohne den erkrankten Ervin Skela, hätte die harmlosen Gäste vor 13 044 Zuschauern schon in der Startphase überrumpeln können. Munteanu vergab in der Startphase gleich drei beste Gelegenheiten. Die verdiente Führung gelang dafür Radu, der vom neuen Spielmacher Daniel Gunkel bedient wurde, mit einem Heber. Das war eine perfekte erste Halbzeit, kommentierte Radu, der mit seinem zweiten Treffer sein Saison-Konto auf sechs Tore erhöhte.

Die Gladbacher, die nach Personal-Investitionen von 3,5 Millionen Euro und sieben Testspiel-Siegen mit viel Zuversicht in die zweite Halbserie gegangen waren, wurden schon im direkten Abstiegs-Duell in Cottbus auf den Boden der harten Realität zurückgeholt. Mit zu wenig Konsequenz in den Zweikämpfen, mangelnder Abstimmung und vergebenen Chancen brachte das Team trotz der Zugänge Mikkel Thygesen (Dänemark) im Angriff und Steve Gohouri (Elfenbeinküste) in der Abwehr ihren Jubiläums-Trainer sofort wieder in die Bredouille. Allerdings stellte Borussias Sportdirektor Peter Pander klar, dass der Verein nicht über den Trainer diskutieren wird: Es gibt kein Ultimatum.

Das auswärtsschwächste Team der Liga (2 Punkte), das noch rund drei Wochen auf die Rückkehr des an der Leiste operierten Nationalstürmers Oliver Neuville warten muss, versuchte es nach der Pause zwar mit mehr Engagement. Doch Rückkehrer Marcell Jansen scheiterte mit zwei Versuchen (58./60.) und Wesley Sonck schob die Kugel aus acht Metern am leeren Tor vorbei (61.). In solch einem Spiel muss man diese Chancen einfach nutzen, kritisierte Heynckes. Degens Anschluss nach Eingabe von Federico Insua machte Gladbach noch mal kurz Hoffnung. Doch nach einem Schuss von Steffen Baumgart, den Keller nicht festhielt, staubte Munteanu zum 3:1 ab.


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