Aragonés will Medien bis zur EM boykottieren | 2007-09-14
Madrid - Spaniens umstrittener Fußball-Nationaltrainer Luis Aragonés will bis zur Europameisterschaft im nächsten Jahr nicht mehr mit der Presse sprechen.
Er sei so erbost über die Medienkritik an der Selección, dass er bis dahin weder Pressekonferenzen noch Interviews geben werde, entschied der 69-Jährige nach Medienberichten. Die Zeitung El Mundo will allerdings herausgefunden haben, dass der für seine Ausraster bekannte Aragonés in der kommenden Woche sehr wohl vor Journalisten über seinen Ärger der vergangenen Tage reden werde. An Rücktritt denke er aber nicht.
Nach dem 2:0-Sieg seiner Mannschaft über Lettland in der EM-Qualifikation war der 69-Jährige erstmals nicht zur obligatorischen Pressekonferenz erschienen. Er war auch nicht mit dem Rest des Teams von Oviedo in Nordspanien nach Madrid zurückgereist. Dies ließ Gerüchte aufkommen, er wolle das Handtuch werfen. Beim Spiel gegen die Letten war Aragonés trotz des Sieges im Stadion ausgepfiffen worden, in der Presse bekam sein Team erneut schlechte Noten.