Madrid - Ohne seine Galaktischen Ronaldo und David Beckham kann Real Madrid nicht einmal mehr gegen einen Lieblings-Gegner wie den FC Villarreal gewinnen.
Spaniens Fußball-Rekordmeister verlor beim Champions-League-Halbfinalisten von 2006 mit 0:1 und verpasste damit die Chance, sich erstmals seit Oktober 2005 an die Spitze der Primera División zu setzen. Besser machten es Reals Titelrivalen: Der FC Barcelona gewann dank der Tore von Javier Saviola (34.), Ronaldinho (78./Foulelfmeter) und Ludovic Giuly (86.) mit 3:1 gegen Celta de Vigo und der FC Sevilla siegte 4:2 bei UD Levante. Barca (42 Punkte) führt nach 20 Spieltagen die Tabelle vor dem FC Sevilla (41) und Real Madrid (38) an.
Die Königlichen aus Madrid waren gegen Villarreal in 14 Spielen ungeschlagen geblieben, doch diese Serie ging zu Ende. Auf Grund der eklatanten Angriffsschwäche der Madrilenen weinte Marca dem Brasilianer Ronaldo, der zum AC Mailand wechselt, schon jetzt bittere Tränen nach. Seid Ihr sicher, dass Ihr Ronaldo nicht mehr braucht?, fragte das Sportblatt die Vereins-Oberen. Real war der Elf aus der ostspanischen Kleinstadt deutlich unterlegen und hätte noch höher verlieren können. Die Madrilenen schossen in der gesamten Partie nur drei Mal auf das Tor von Villarreal.
Die Gastgeber konnten sich sogar den Luxus leisten, ihren Star Juan Román Riquelme auf die Tribüne zu verbannen. Der Argentinier war von Trainer Manuel Pellegrini wegen mangelnden Einsatzes aus dem Kader geworfen worden. Den Siegtreffer für Villarreal erzielte der Nachwuchsspieler Marcos in der 67. Minute.
Bei den Madrilenen, die im Achtelfinale der Champions League auf Bayern München treffen, nimmt die Sturmmisere immer bedenklichere Ausmaße an. In den letzten neun Spielen schossen sie nur fünf Tore. Dass die Real-Stürmer zuletzt in einer Partie zwei Treffer erzielten, liegt bereits acht Wochen zurück. Den Madrilenen fehlte jegliche Persönlichkeit, sie schlichen in Villarreal wie Gespenster über den Platz, meinte die Zeitung El País. Marca fand für die Misere noch deutlichere Worte: Diese Real-Elf, für deren Verstärkung in dieser Saison 105 Millionen Euro ausgegeben wurden, ist eine Ruine.
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