Mailand - Ronaldomania in Mailand: Nachdem Ronaldo mit den medizinischen Tests die letzte Hürde vor seinem Wechsel von Real Madrid zum AC Milan überstanden hatte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr:
Mit Ronaldo wird Milan wieder ganz groß, versprach Milans Vize-Präsident Adriano Galliani den begeisterten Tifosi. Der brasilianische Star wird in Madrid den Vertrag unterzeichnen, der dem 30-jährigen Stürmer für die nächsten 18 Monate eine Netto-Spielergage von 6,5 Millionen und Real zwischen sieben und siebeneinhalb Millionen Euro Ablösesumme einbringen wird.
Ich will schon gegen den AS Rom spielen, sagte Ronaldo und hofft auf ein frühes Debüt im italienischen Pokal. Auch die Fans und das Team, das in der Serie A durch ein Tor von Filippo Inzaghi in der 76. Minute den AC Parma mit 1:0 schlug, sehnen bereits die Milan-Premiere des neuen Stars herbei: Für mich kommt Ronaldo gleich nach Maradona, sagte Ex-Nationalspieler Paolo Maldini. Auch Ronaldos brasilianischer Landsmann Kaka empfing den in Madrid zuletzt aufs Abstellgleis gestellten Angreifer mit offenen Armen: Mit Ronie zusammen zu spielen, ist ein Traum.
Mit seinem Wechsel zu Milan hat sich Ronaldo für die sportliche Herausforderung und gegen das große Geld entschieden. Aus Saudi- Arabien lagen dem Weltmeister von 2002 viel lukrativere Angebote vor. Dass er sich dennoch für den AC entschied, zeigt Galliani, wie hungrig Ronaldo nach Erfolg ist. Er ist voll motiviert, sagt Milan- Trainer Carlo Ancelotti. Mit der Rückennummer 99 soll er beim Neunten der Serie A stürmen. Und wenn er wieder Tore macht, steht ihm auch die Tür der Selecao offen, versprach Brasiliens Nationaltrainer Carlos Dunga. Ronaldo hat dem Fußball noch viel zu geben.
Es ist schön ,wieder in Mailand zu sein, sagte Ronaldo, der von 1997 bis 2002 das Aushängeschild des Lokalrivalen Inter Mailand gewesen war. Beim Meister und Liga-Spitzenreiter (54) schaut man dem Rummel um Il Fenomeno mit Bauchschmerzen zu. Wir hatten gehofft, dass der Wechsel noch platzt, gab Inter-Präsident Massimo Moratti offen zu. Als Ronaldo vor vier Jahren nach Madrid wechselte, fühlte man sich bei Inter im Stich gelassen. Statt des erhofften Championats hatte der hoch bezahlte, aber meist verletzte Brasilianer Inter nur den UEFA-Cup beschert.
Die Wunden von damals sind immer noch nicht verheilt. Enttäuschte Inter-Fans verspotteten den zuletzt wegen Übergewichts in Madrid kritisierten Ronaldo deshalb im Internet. Unter dem Titel McRonalds zeigten sie Ronaldo als fetten 150 Kilo-Mann. Diese Meldungen über Ronaldos Übergewicht, sind doch nichts als Gerede, meinte Ancelotti. Ronaldo ist lediglich robust, stellte der Coach klar.
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