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Mainz gibt Rote Laterne ab - 1:0 gegen BVB | 2007-01-31


Mainz - Der FSV Mainz 05 hat dank Neuzugang Leon Andreasen seine Mission possible 15 erfolgreich fortgesetzt und mit einer großartigen kämpferischen Leistung erstmals seit dem 12. Spieltag die Rote Laterne in der Fußball-Bundesliga abgegeben.

Der bärenstarke dänische Neuzugang erzielte vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchweg-Stadion per Foulelfmeter in der 62. Minute den entscheidenden Treffer zum 1:0 (0:0)-Sieg gegen Borussia Dortmund. Vier Tage nach dem 1:0 der Mainzer in Bochum feierten die Schützlinge von Trainer Jürgen Klopp damit den zweiten Dreier in Serie und den ersten vor eigenem Publikum seit dem 12. August 2006.

Mehr Kampf, mehr Willen, mehr Leidenschaft gehen nicht, lobte FSV-Manager Christian Heidel die Vorstellung der Klopp-Elf. Die Mannschaft hat in den beiden Spielen bewiesen, dass sie mithalten kann und mithalten wird, zeigte sich Heidel von einer Fortsetzung des Aufwärtstrends überzeugt. Dortmunds Nationalspieler Christoph Metzelder, der mit einer ungestümen Aktion den Strafstoß herbeigeführt hatte, pflichtete Heidel bei: Die Mainzer waren eindeutig aggressiver, die haben begeisternd gespielt. Und wir sind keinen Schritt weiter.

Fünf Tage nach dem 3:2 gegen Bayern München gestaltete der BVB nur die Anfangsphase überlegen und hatte durch Nelson Valdez (5.) auch die erste Chance, die Dimo Wache aber zunichte machte. Doch die Mainzer befreiten sich schnell von dem Druck, präsentierten sich selbstbewusster und erarbeiteten sich mit viel versprechenden Möglichkeiten für Nikolce Noveski (22./41.), Fabian Gerber (32.) und Imre Szabics (39.) eine augenfällige Überlegenheit. Florian Kringe (28.) und Alexander Frei eine Minute vor dem Halbzeitpfiff scheiterten für den BVB.

In den zweiten 45 Minuten verflachte die Partie zunächst, ehe Metzelder in der 61. Minute den eingewechselten Petr Ruman foulte und Andreasen mit seiner Mainzer Tor-Premiere für maßlose Erleichterung auf den Rängen sorgte. Doch gesichert war der wichtige Erfolg der Mainzer, die damit im sechsten Erstliga-Aufeinandertreffen mit dem BVB ihren ersten Sieg feierten, noch nicht. Kringe, neben Dede der aktivste Posten im Team des neuen Dortmunder Trainers Jürgen Röber, zwang Wache bei einem Schuss aus 14 Metern Entfernung zu einer Weltklasseparade (78.), nachdem auf der Gegenseite Roman Weidenfeller einen Ruman-Schuss (69.) gerade noch abwehren konnte.

Klopp, dessen Mannschaft erstmals seit dem 32. und 33. Spieltag der Saison 2005/2006 zwei Mal hintereinander erfolgreich war, musste mit mehreren personellen Handicaps fertig werden: Mimoun Azaouagh fehlte wegen der fünften Gelben Karte. Marco Rose, der beim 1:0 in Bochum den Siegtreffer erzielt hatte, und Mohamed Zidan fielen verletzt aus. Und die Premiere des kolumbianischen Neuzugangs Elkin Soto im FSV-Trikot musste wegen der noch immer fehlenden FIFA-Freigabe abermals verschoben werden.

Beim BVB, der seine vorangangenen beiden Gastspiele am Bruchweg jeweils mit 1:1 beendet hatte, mussten Christian Wörns und Ebi Smolarek verletzt passen. Sebastian Kehl gehörte erstmals seit dem 11. August 2006 wieder zum Kader, saß aber nur auf der Bank.


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