München - Der Karlsruher SC eilt souverän auf die Bundesliga zu, aber hinter dem Spitzenreiter bahnt sich ein heißes Rennen um die restlichen zwei Aufstiegsplätze an.
Der FC Erzgebirge Aue und der MSV Duisburg, die sich am 20. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga im direkten Duell gegenüber stehen, Hansa Rostock und der 1. FC Kaiserslautern sind die ersten Anwärter auf die begehrten Ränge hinter dem KSC, der bei neun Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegplatz die personellen Planungen für die kommende Saison in der ersten Liga vorantreibt.
Der KSC ist zuversichtlich, die Leistungsträger über diese Spielzeit hinaus an den Club zu binden. Nachdem bereits die Verträge mit Kapitän Mario Eggimann und Torjäger Sebastian Freis verlängert wurden, will sich der KSC in Kürze auch mit Giovanni Federico einigen. Der Liga-Schützenkönig soll gegen Kickers Offenbach wieder ins Mittelfeld rücken, dafür wird Jiri Kaufman erstmals von Beginn an neben Edmond Kapllani im Angriff spielen.
Die Kickers müssen ihre Serie von sechs Siegen ohne Regis Dorn verteidigen. Ob der Franzose nach seinem sofortigen Wechsel an die Ostsee bei der SpVgg Greuther bei Hansa seinen Einstand feiert, ist fraglich. Verzichten muss Trainer Frank Pagelsdorf auf den gesperrten Stefan Beinlich. Bei den Hanseaten ist nach zwei Pleiten hintereinander der Aufstieg in Gefahr, doch die Chefetage behält die Ruhe. Ich halte es für verfrüht, von einer Krise zu sprechen, sagte Manager Stefan Studer, wir werden jetzt nicht alles über den Haufen werfen, was in der Vorrunde noch gut war.
Hansa-Bezwinger Aue will mit einem Sieg gegen die seit 13 Spielen ungeschlagenen Duisburger seine Erstliga-Reife beweisen, aber der Aufstieg ist im Erzgebirge noch kein Thema. Erst wollen wir die 40 Punkte im Sack haben, damit der Klassenerhalt sicher ist, meinte Trainer Gerd Schädlich, der nach dem 1:0 gegen Rostock eine weitere Leistungssteigerung fordert: Wir müssen noch einen Tick zulegen. Beim MSV fehlt neben Mihai Tararache (verletzt) mit dem gesperrten Youssef Mokhtari ein zweiter wichtiger Mittelfeldakteur.
Für Kaiserslautern ist ein Sieg beim SC Paderborn Pflicht, um im Aufstiegsrennen endlich wieder in Schwung zu kommen. Die Pfälzer sind zwar seit zehn Spielen ungeschlagen, aber auch seit vier Partien ohne Sieg. Trainer Wolfgang Wolf ist aber fest davon überzeugt, dass wir bis zum Schluss um den Aufstieg mitspielen werden. Ähnliches beabsichtigt der 1. FC Köln, der sich gegen Carl-Zeiss Jena mit dem ersten Heimsieg seit dem 25. September 2006 für die 2:3- Hinspielpleite revanchieren will.
Beim TSV 1860 München ist Trainer Walter Schachner nach zwei Niederlagen und vor dem Derby gegen Wacker Burghausen bei den Fans unten durch. Im Training wurde der Österreicher von wütenden Zaungästen angepöbelt, doch Manager Stefan Reuter hält die Debatte um den 50-Jährigen für völlig daneben. Im Kampf um den Klassenerhalt warten auf Braunschweig (in Koblenz), Unterhaching (gegen Freiburg) und Essen (gegen Augsburg) schwere Aufgaben.
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