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Metzelder zieht Hut vor FSV Mainz | 2007-02-01


Mainz - Der FSV Mainz läuft kurz vor der Karnevals-Hochzeit zur Bestform auf und will nun auch Erzrivale Eintracht Frankfurt die Narrenkappe aufsetzen.

Ein Sieg dort ist mein Traum. Das wäre das Sahnehäubchen, sagte Vereinspräsident Harald Strutz vor dem Duell der Erzrivalen in der Mainmetropole. Nach den beiden Auftaktsiegen in der Rückrunde der Fußball-Bundesliga haben wir uns wieder angemeldet im Kampf gegen den Abstieg, betonte Trainer Jürgen Klopp nach dem 1:0 (0:0) gegen Borussia Dortmund.

Der Auftritt bei der Mission possible 15, Teil 2, mit dem die Mainzer zum ersten Mal seit dem 8. November wieder den letzten Platz verließen, nötigte auch dem Gegner größten Respekt ab. Mainz hat begeisternd gespielt. Davon leben sie und wir haben es nicht geschafft, dass sie diese Begeisterung verlieren, meinte Nationalspieler und BVB-Kapitän Christoph Metzelder. Stattdessen gewannen die Mainzer den Glauben zurück, das vor dem Rückrunden- Auftakt fast schon unmöglich Scheinende doch noch zu schaffen. Wenn wir mit zwei Niederlagen gestartet wären, hätten wir doch alle in Urlaub fahren können, sagte Klopp in seiner ihm eigenen verbalen Flapsigkeit.

Selbstbewusst und kampfeslustig agierten die Mainzer im mit 20 300 Zuschauern ausverkauften Bruchwegstadions wie schon lange nicht mehr. Man sieht, dass hier was Neues zusammenwächst, sagte Manndecker Nikolce Noveski. Angeführt vom dänischen Neuzugang Leon Andreasen, dessen verwandelter Foulelfmeter (62.) für die Entscheidung sorgte, mit dem glänzend aufgelegten Dimo Wache im Tor, schafften die Mainzer vier Tage nach dem 1:0 beim VfL Bochum den zweiten Sieg nacheinander.

Dass dabei ein zweiter Neuzugang, Hoffnungsträger Mohamed Zidan, die Partie wegen einer Zerrung nur in Zivil verfolgen konnte, tat der neuen mentalen Stärke der 05er keinen Abbruch. Für den Ägypter war es auch noch lange kein Grund, nicht gebührend mitzufeiern: Nach dem Schlusspfiff stieg er auf den Fan-Zaun und gab per Megafon den Einpeitscher (Humba, humba, humba, tätärä). Das Großartigste war das Gesamterlebnis: Die Mannschaft sehen und die Zuschauer fühlen, sagte Coach Klopp.

Auf der Stelle tritt Borussia Dortmund. Wir sind keinen Schritt weiter, bilanzierte Metzelder, nachdem die Westfalen ihren 3:2-Sieg gegen Bayern nicht bestätigen konnten. Es darf nicht sein, dass Mainz allein die größere Leidenschaft und ein Plus an Laufarbeit reicht, um uns zu schlagen, hatte Sportdirektor Michael Zorc vor der Partie gesagt. Doch genau mit diesen Mitteln behielten die Gastgeber die Oberhand. Leidenschaft, Kampf und Einsatz sind unterm Strich mit drei Punkten belohnt worden, lautete daher auch das Fazit von Trainer Jürgen Röber nach seinem zweiten Spiel auf der BVB-Bank.


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