Mailand - Jetzt oder nie: Im Fußball-Spitzenspiel gegen Tabellenführer Inter Mailand kämpft Verfolger AS Rom um seine letzte Titelchance in der italienischen Serie A. Inter dagegen träumt schon vom Europarekord.
Ein Sieg noch, und das Team des gefeierten Erfolgstrainers Roberto Mancini könnte mit 15 Liga-Siegen in Folge in die Fußballgeschichte eingehen. Ein solche Serie gelang bislang nur Bayern München (2005) und Real Madrid (1961).
Die Römer wollen den Norditalienern aber einen Strich durch die Rechnung machen. Nach dem 3:1-Sieg gegen den AC Mailand und ihrem Einzug ins Pokalfinale strotzen sie nur so vor Selbstbewusstsein. Alles ist möglich, sagte Roms Trainer Luciano Spalletti vor dem Gipfeltreffen am Sonntagabend in San Siro.
Der Coach glaubt fest an die Wende in einer bislang von den Mailändern souverän beherrschten Saison. Vor dem Top-Duell am 22. Spieltag führt Meister Inter (57) mit neun Punkten vor dem Verfolger aus Rom (46). Sollten die Mailänder wie schon im Hinspiel (1:0) gewinnen, sind sie wohl nicht mehr aufzuhalten.
Auf dem Papier sind die Mailänder klarer Favorit: 43 von 71 Duellen hat Inter gegen Rom in der Serie A bislang gewonnen. Seit Wochen gibt sich der Spitzenreiter keine Blöße. Das torlose Unentschieden gegen Sampdoria Genua im Rückspiel des Pokalhalbfinals am Donnerstag war der erste Punktverlust nach elf Siegen in Folge.
Das 0:0 war aber kein Beinbruch für Mancini. Hauptsache wir sind im Finale, meinte der Trainer, den Clubchef Massimo Moratti unbedingt für die nächsten Jahre halten will. Er bleibt, das ist zu 90 Prozent sicher, sagte Moratti.
Im Finale trifft Inter wie schon in den vergangenen zwei Jahren auf den AS Rom. Und auch dort hatte der fünfmalige Cupsieger Inter stets die Nase vorn. Kein Wunder, dass die Mailänder vor dem Gipfeltreffen am Sonntag keine Angst haben. Nur Stürmer Zlatan Ibrahimovic macht Inter Sorgen. Nach einem Schlag gegen die Schläfe am vergangenen Sonntag in Genua wird der zehnfache Saisontorschütze gegen die Römer aller Wahrscheinlichkeit nach fehlen.
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