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HSV bestätigt Magath-Absage | 2007-02-02


Hamburg - Felix Magath wird nach Angaben des Hamburger SV nicht der Nachfolger von Thomas Doll als Trainer des Fußball- Bundesligisten.

Es ist Fakt, Felix Magath hat abgesagt, erklärte HSV-Pressesprecher Jörn Wolf der dpa und bestätigte damit eine Meldung des Hamburger Abendblatts. Noch am Freitag sollte ein neuer Trainer verpflichtet werden. Dass es sich dabei um den schon seit mehreren Tagen als Alternative geplanten Niederländer Huub Stevens handelt, wollte der HSV nicht bestätigen. Der neue Coach soll aber beim Spiel des Bundesliga- Schlusslichts am Samstag bei Hertha BSC bereits auf der Bank sitzen.

Das Abschlusstraining am Freitag vor Abreise der Mannschaft nach Berlin leitete Regionalliga-Trainer Karsten Bäron. Platzt die Blitzverpflichtung eines neuen Fußballlehrers, muss vermutlich Bäron die Mannschaft als Interims-Coach betreuen.

Sollte sich der HSV mit Stevens einigen, kehrt ein bekanntes Gesicht in die Bundesliga zurück. Der 53 Jahre alte Niederländer hatte bereits Schalke 04 und Hertha BSC in der obersten Spielklasse und den 1. FC Köln in der 2. Bundesliga bestreut. Derzeit trainiert er den niederländischen Ehrendivisionär Roda Kerkrade. Ein sofortiger Wechsel nach Hamburg soll für ihn aber kein Problem sein.

Sportchef Dietmar Beiersdorfer bestätigte, dass der erst am Mittwoch beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München entlassene Magath moralische Bedenken hatte, das Angebot des HSV anzunehmen. Bevor der HSV am Donnerstag die Gespräche mit mir aufnahm, war sich der Verein bereits mit einem anderen Trainer einig. Da gebietet es mir mein Berufsethos, dem Kollegen den Job nicht wegzunehmen, sagte der ehemalige HSV-Coach Magath dem Hamburger Abendblatt. Die HSV-Führung soll bereits vor dem Spiel gegen Energie Cottbus (1:1) am vergangenen Mittwoch mit Stevens weitgehend Einigkeit über eine Verpflichtung erzielt haben.

Magath bezeichnete Stevens als gute Wahl. Er ist der richtige Mann und wird den HSV vor dem Abstieg retten, sagte der frühere Nationalspieler dem Abendblatt. Magath hatte am Donnerstag in Hamburg zwei Mal mit dem HSV-Vorstand verhandelt und war danach zurück nach München geflogen, um das Angebot zu überdenken. Wenn ich es mache, dann nur, weil es eine Herzensangelegenheit ist, hatte der 53 Jahre alte ehemalige Profi des HSV noch am Vorabend gesagt. Magath war bereits von Oktober 1995 bis Mai 1997 Cheftrainer beim HSV.


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