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Mainz-Minimalisten happy trotz 0:0 in Frankfurt | 2007-02-04


Frankfurt/Main - Nach den effektivsten acht Tagen seit der Bundesliga-Zugehörigkeit konnte auch der verpasste Sprung von den Abstiegsrängen die gute Laune beim FSV Mainz 05 nicht trüben.

Wir können richtig happy über diese Woche sein, sagte Vereinspräsident Harald Strutz nach dem 0:0 in einem allerdings schwachen Derby beim Erzrivalen Eintracht Frankfurt. Sieben von neun möglichen Punkten, kein Gegentor und den Rückstand auf das rettende Ufer in der Fußball-Bundesliga auf einen Zähler verringert - so lautet die bisherige Rückrunden-Bilanz. Es war wieder ein Schritt nach vorne, meinte Trainer Jürgen Klopp vollauf zufrieden.

Allerdings rutschten die Mainzer in der Tabelle von Rang 16 auf 17, Gegner Frankfurt von Platz 12 auf 13 ab. Beide Teams trennen nach dem 20. Spieltag weiterhin nur vier Punkte. Während die Mainzer trotz des kleinen Dämpfers mit dem Remis ihren Erfolgszug nach zuvor zwei 1:0-Siegen mit einem wertvollen Auswärtszähler fortsetzen konnten, warten die Frankfurter bereits seit fünf Spielen auf einen Sieg.

Zwar waren auch die meisten Mainzer von ihrer Leistung drei Tage zuvor gegen Borussia Dortmund deutlich entfernt, doch in einem an Höhepunkten und fußballerischer Finesse armen Spiel knüpfte wenigstens Torwart Dimo Wache an seinen Gala-Auftritt nahtlos an. Er hat herausragend gespielt, betonte Trainer Klopp. Vom FSV Wache wollte der mit Lob überschüttete Keeper aber nichts wissen und tat dies auch mit recht bodenständiger Sprache kund. Das ist ein Haufen Scheiße, der Torwart darf nun mal die Hände benutzen, meinte er.

Vielmehr spiele die Mainzer Mannschaft, bei der Neuzugang Elkin Soto trotz rechtzeitiger Freigabe durch den Weltverband FIFA noch nicht zum Einsatz kam, wieder den Fußball wie zu Zeiten, als sie den Aufstieg in die 1. Liga geschafft habe - mit Laufstärke und Kampfgeist. Für spielerischen Glanz sorgte zumindest in der Anfangsphase gegen die Eintracht vor 51 300 Zuschauern in der nicht ausverkauften Commerzbank-Arena Neuzugang Mohamed Zidan. Der Ägypter wirkte in der zweiten Halbzeit aber überhastet und fahrig.

Was gegen den Erzrivalen noch nicht gelang, soll nun am kommenden Samstag gegen Energie Cottbus im vierten Teil der Mission possible 15 nachgeholt werden. Gegen Cottbus haben wir es nun in der Hand, über den Strich zu springen und das wollen wir auch tun. Wir haben uns das verdient, sagte Clubchef Strutz, nachdem die Mainzer nun schon seit dem 9. Spieltag auf einem Abstiegsrang stehen.

Dorthin drohen nun die Frankfurter abzugleiten. Wir müssen uns jetzt erst mal wieder fangen, meinte der gegen Mainz erstmals von Beginn an aufgebotene und überzeugend agierende Neuzugang Marcel Heller, der im vorigen Jahr noch für die Sportfreunde Siegen in der Regionalliga auf Torejagd gegangen war. Friedhelm Funkel machte indes seinem Unmut über einige Eintracht-Akteure Luft. Wir hatten nur eine Torchance in der ersten Halbzeit, obwohl wir fünf Offensiv-Spieler hatten. Man hat gesehen, dass nicht entscheidend ist, wie viele vorne spielen, sondern wie man sich bewegt, monierte der Coach.


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