München - Mit Kritik an Daniel van Buyten und der Beförderung von Lucio hat Ottmar Hitzfeld beim FC Bayern München mit den Aufräumarbeiten begonnen.
Gleichzeitig bekräftige der 58-Jährige, der in der vergangenen Woche die Nachfolge von Felix Magath angetreten hatte, seinen Entschluss, nur kurzfristig beim deutschen Rekordmeister arbeiten zu wollen. Ich werde mir diesen Stress mit Leidenschaft nur bis zum Saisonende antun. Das ist mein Dankeschön an den FC Bayern, dem ich meine spannendsten Trainerjahre verdanke, sagte Hitzfeld der Illustrierten Bunte.
In der Sport Bild übte Hitzfeld Kritik an van Buyten. Wenn er mit seinem Körpergewicht in die Gegner reingeht, hat er gleich die Gelbe oder Rote Karte. Also muss er sich vorsichtiger verhalten, sagte der Bayern-Coach über den belgischen Innenverteidiger.
Mit dessen Defensivpartner Lucio, der mit seiner taktischen Undiszipliniertheit bei der 0:3-Pleite am vorigen Freitag beim 1. FC Nürnberg Hitzfeld in Rage gebracht hatte, ging der Trainer gnädig um. In einem Vier-Augen-Gespräch habe er dem Brasilianer erklärt: Du bist der Chef. Aber nicht in der Offensive, sondern in der Defensive. In den kommenden Tagen will sich Hitzfeld laut Bunte in Einzelgesprächen intensiv mit der Psyche der Spieler befassen: Die Spieler müssen kapieren, dass es ein Privileg ist, bei Deutschlands erfolgreichstem Verein spielen zu dürfen.
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