Hamburg - Eine Tor-Premiere in Dortmund, ein neues Gesicht in Hannover und ein für Furore sorgender Neuzugang in Duisburg: Die Notizen zum 4. Bundesliga-Spieltag zeigen, dass die Saison noch jung ist.
LIEBLINGSPLATZ: Für Leverkusens Torhüter René Adler ist die Veltins-Arena ein gutes Pflaster. Am 25. Februar dieses Jahres feierte der junge Keeper wegen der Rotsperre von Hans Jörg Butt auf Schalke sein Bundesliga-Debüt. Mit einer überragenden Leistung sicherte er seiner Elf damals den 1:0-Auswärtssieg und ist seitdem die unumstrittene Nummer 1 im Bayer-Team. Nun kehrte der 22 Jahre alte Keeper nach Gelsenkirchen zurück und war beim 1:1 erneut der beste Leverkusener. Sportchef Rudi Völler lobte: René hat super gespielt, auch der Neuer. Das ist die neuer Torhüter-Generation.
SPRACHKUNST: Als einziger Spieler im Team des MSV Duisburg kann sich der nigerianische Torjäger Mannaseh Ishiaku nur auf Englisch mit seinen Mitspielern unterhalten. Einer der Teamkollegen allerdings versteht auch seine Heimatsprache. Mohamadou Idrissou ist zwar aus Kamerun, hat aber eine nigerianische Mutter. Von seinem Großvater hat Mohamadou den Dialekt gelernt und kann sich so mit Mannaseh in dessen Sprache unterhalten, erläuterte MSV-Trainer Rudi Bommer.
BESCHEIDENHEIT: Der Cottbuser Dennis Sörensen, der beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg per Foulelfmeter sein erstes Bundesliga-Tor erzielte, ist ein Muster an Bescheidenheit und Bodenständigkeit. Wie der dänische Stürmer offenbarte, missfällt ihm seine monatliche Handyrechnung über 200 Euro. Ursache dafür seien die vielen Gespräche in die Heimat, ließ der Däne wissen.
DOPPELSIEG: Einen Doppelsieg feierte Christian Schulz in der Bundesliga. Mit seinem neuen Club Hannover 96 gewann er 3:2 gegen Bochum, sein bisheriger Verein Werder Bremen siegte ohne ihn 2:1 gegen Frankfurt. Insgesamt war es ein schönes Wochenende für Hannover und Bremen, meinte erfreut der 24-Jährige, der seine Abschiedsparty in der Hansestadt gab. Mein Wechsel ging ja sehr schnell über die Bühne. Ich hatte zwölf schöne Jahre in Bremen und da interessiert es mich schon, wie Werder gespielt hat.
RÜCKEN: Vor zwei Wochen zauberte Bayern Münchens Franzose Franck Ribéry im Bremer Weserstadion, da wollte Werders für Kunststücke zuständiger Spielmacher Diego nun natürlich nicht nachstehen. Mit dem Rücken leitete er gegen Frankfurt einen Pass artistisch weiter. Doch während die Zuschauer mit der Zunge schnalzten, fand Diego diesen Trick keinesfalls außergewöhnlich. Nicht von seinem Landsmann Ronaldinho habe er diesen gelernt, sagte er. Vielmehr gehöre der Rückenball in seiner Heimat Brasilien zum normalen Repertoire beim Trainingsspielchen Fußball-Tennis.
PREMIERE: Für Borussia Dortmunds Neuzugang Giovanni Federico war der 1:0-Siegtreffer beim FC Hansa Rostock sein erstes Tor in der Fußball-Bundesliga. Allerdings ist das Toreschießen für Federico nicht allzu außergewöhnlich: Denn in der vergangenen Saison war der Mittelfeldakteur in Diensten des Karlsruher SC mit stattlichen 19 Treffern und 14 Torvorlagen der Top-Scorer der 2. Fußball-Bundesliga - und damit maßgeblich am Aufstieg des KSC beteiligt.
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