Kaiserslautern - Großer Bahnhof für den Benjamin: In einer stimmungsvollen Atmosphäre im Fritz-Walter-Stadion von Kaiserslautern hat Horst Eckel seinen 75. Geburtstag gefeiert. Mit damals 22 Jahren ist Eckel der jüngste 54er-Fußball-Weltmeister unter den Helden von Bern.
Es ist gut, dass es Menschen aus dieser Zeit noch gibt, die keinen Berater brauchten und in sich selbst gefestigte Persönlichkeiten waren. Es freut mich besonders, dass Horst Eckel Mensch geblieben ist, sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger. In seiner Ehefrau Hannelore, mit der Eckel seit 49 Jahren verheiratet ist, habe er seine beste Beraterin.
Der DFB, für den Eckel zwischen 1952 und 1958 in 32 Länderspielen am Ball war, und sein Club 1. FC Kaiserslautern, für den er 214 Liga-Spiele bestritt, hatten dem Jubilar einen gemeinsamen Empfang auf dem Betzenberg bereitet. Ranghöchster Politiker unter den 200 geladenen Gästen war mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck ein ausgewiesener FCK- und Eckel-Fan. Beck würdigte Eckel als Vorbild für kommende Generationen mit herausragendem sportlichen Können, sozialem Engagement und persönlicher Bescheidenheit.
In Ottmar Walter, dem neben Eckel und dem Kölner Hans Schäfer noch lebenden Weltmeister von 1954, dem DFB-Ehrenspielführer Uwe Seeler und dem in Kaiserslautern beheimateten Ex-Europameister im Schwergewichtsboxen, Karl Mildenberger, waren prominente Sportler vergangener Zeiten unter den Gratulanten.
Horst Eckel ist ein sehr lieber und profilierter Mensch, der immer fröhlich ist und mit seiner guten Laune ansteckt, sagte Uns Uwe, der auch einen Vergleich zwischen Gestern und Heute anstellte. Im Vergleich zu heute sind die Nationalspieler von damals viel selbstständiger gewesen und mussten sich auch über einen längeren Zeitraum für die Nationalmannschaft empfehlen, meinte Seeler.
Musikalisch eröffnet wurde der festliche Empfang mit einem Ständchen, das ihm der Volkschor seiner Heimatgemeinde Vogelbach mit dem Titel Jahre kommen und Jahre gehen brachte. Der sichtlich gerührte Jubilar, der danach zu einem üppigen kalt-warmen Buffett und erlesenen Pfalz-Weinen lud, äußerte seinen größten Geburtstagswunsch: Ich wünsche mir weiterhin Gesundheit und Zufriedenheit und dass es meiner Familie gut geht. Ich hoffe, dass es noch lange so bleibt.
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