Leverkusen - Bayer Leverkusen hat den Abwärtstrend in der Fußball-Bundesliga gestoppt. Nach der desaströsen 0:1-Pleite im UEFA-Pokal gegen Tottenham Hotspur kam die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe zu einem am Ende verdienten 3:1 (1:0) gegen Energie Cottbus.
Sergej Barbarez (19.) hatte die Gastgeber in der wichtigsten Partie der Saison (Sportdirektor Rudi Völler) in Führung gebracht, Vlad Munteanu (51.) den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Mit einem Traumtor in den Winkel sorgte Simon Rolfes (66.) für die Vorentscheidung, ehe Andrej Woronin (80.) mit seinem Treffer zum 3:1 den Schlusspunkt setzte und nach zuletzt drei Heimspielen ohne Sieg wieder für ein Erfolgserlebnis in der BayArena sorgte.
Die Mannschaft hat eine tolle Reaktion gezeigt, sagte Skibbe. Wir sind sehr erleichtert, dass wir erst mal unten raus sind und im gesicherten Mittelfeld. Das gibt uns hoffentlich Selbstvertrauen für das UEFA-Cup-Spiel in Bukarest. Völler hatte gefordert: Cottbus ist mehr als ein Schicksalsspiel. Ja, es ist wie ein Champions-League-Endspiel. Das muss der Aufsteiger zu spüren bekommen. Und die Brandreden und Einzelgespräche nach der 0:1- Niederlage gegen Tottenham zeigten Wirkung. Zwar agierten die Bayer-Profis erneut verunsichert und zunächst ideenlos, doch vom kämpferischen Einsatz her war der Elf diesmal kein Vorwurf zu machen.
Der Sieg für Bayer geht völlig in Ordnung, sagte auch Energie-Trainer Petrik Sander. Die Art und Weise aber ist diskussionswürdig, das muss ich mit der Mannschaft besprechen. Wir haben gegen einen Gegner verloren, der sichtlich angeknockt war.
Abgesehen von zwei Distanzschüssen durch Jiayi Shao (6.) und Munteanu (38.), die Leverkusens Torwart Hans-Jörg Butt abwehren konnte, kamen die Gäste aus der Lausitz in den ersten 45 Minuten nicht gefährlich vor das Bayer-Tor. Doch auch bei den Gastgebern blieb im Spiel nach vorne vieles Stückwerk. Lediglich der Führungstreffer fiel nach einem lehrbuchmäßigen Konter über die Stationen Woronin, Paul Freier und Barbarez, der Energie-Keeper Tomislav Piplica mit einem platzierten Flachschuss überwand.
Vor allem Freier, der ebenso wie Marko Babic und Athirson im Vergleich zur Anfangsformation gegen Tottenham von Beginn an auflief, sorgte über die rechte Seite für viel Schwung. Sturmtalent Stefan Kießling saß nach seiner schwachen Leistung gegen die Spurs zunächst nur auf der Bank, Tranquillo Barnetta (Fußprellung) und Kapitän Carsten Ramelow (Knöchel) mussten wegen Verletzungen passen.
Nach dem Wechsel setzte Bayer zwar das erste Ausrufezeichen, wurde dann jedoch eiskalt erwischt. Drei Minuten nachdem Energie- Verteidiger Daniel Ziebig einen Kopfball des eingewechselten Karim Haggui auf der Linie klären konnte, gelang Cottbus ebenfalls nach einem sehenswerten Konter der überraschende Ausgleich durch Munteanu. Im Anschluss an das 1:1 neutralisierten sich beide Teams weitgehend, Torchancen blieben aus. Erst Rolfes mit seinem herrlichen Schuss in das linke obere Toreck und Woronin ließen die Bayer-Anhänger jubeln.
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