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WM-Ausrichtung bringt DFB Sonderpreis Fair-Play | 2006-12-13


Frankfurt/Main - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist vom Internationalen Fair-Play-Komitee (CIFP) für die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft mit dem Sonderpreis Fair Play 2006 bedacht worden.

Wie der DFB mitteilte, wird Wolfgang Niersbach, DFB-Direktor Team-Management und 1. Vizepräsident des WM-Organisationskomitees, die Trophäe am 16. Dezember in Budapest entgegennehmen.

Der Präsident des Komitees, Jenö Kamuti, schrieb in der Begründung für die Auszeichnung: In der Sportwelt zeigt sich, dass Fußball extrem vom Verhalten der Fans und deren Empfang bei Großveranstaltungen in fremden Ländern beeinflusst wird. Darauf basierend hat das Internationale Fair-Play-Komitee erkannt, dass ein Bewusstsein für die Prinzipien des Fair Play nicht nur unter den Sportlern, sondern auch unter den Besuchern der Wettkämpfe notwendig ist. Er glaube, dass so ein positives Beispiel, wie es Deutschland bei der Weltmeisterschaft gezeigt hat, für die Sportfans und Anhänger von Mannschaften oder Spielern in die ganze Welt hinausgetragen werden muss.

Das Gremium berief sich unter anderem auf eine Untersuchung, die im Rahmen der FIFA-Fußball-WM 2006 von Studenten der Johannes- Gutenberg-Universität-Mainz vorgenommen wurde. Bei der Betrachtung, die unter der Federführung des Mainzer Sportwissenschaftlers Norbert Müller durchgeführt wurde, erklärten 93 Prozent der Befragten, dass sie in Deutschland herzlich aufgenommen wurden. Insgesamt befragten die Studenten 1645 Personen. Seit 1964 ehrt das Internationale Fair-Play-Komitee herausragende Sportler und Institutionen für faires und sportliches Handeln.

Ziel des Gremiums ist es, Fair Play in der ganzen Welt zu bewahren und zu verstärken. Die Aktivitäten konzentrieren sich dabei auf nationale und internationale Organisationen, die sich für Sport und Erziehung engagieren, auf Top-Athleten und besonders auf Kinder, Jugendliche und deren Trainer. Zu den Preisträgern zählten bisher unter anderem der tschechische Langstreckenläufer Emil Zatopek (1975), der Schwimmer Klaus Steinbach (1981), der Fußball-Weltverband FIFA (1993) und Schiedsrichter Markus Merk aus Kaiserslautern (2001).


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