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Gimenez rettet Hertha: 1:0 gegen Frankfurt | 2006-12-17


Berlin - Christian Gimenez hat mit seinem fünften Saisontor einer müden Hertha doch noch ein stimmungsvolles Weihnachtsfest beschert.

Gegen die Frankfurter Eintracht erlöste der Argentinier die 42 549 Fans im Berliner Olympiastadion, als er in der 63. Minute aus Nahdistanz eine Kopfball-Vorlage von Marko Pantelic zum Goldenen Treffer verwandelte. Er hat den Siegtreffer erzielt - dafür haben wir ihn geholt. Ich bin zufrieden, auch wenn ich schon bessere Spiel meiner Mannschaft gesehen habe, meinte Trainer Falko Götz am Samstag.

Das halbe Tor gehört Marko, er hat prächtig aufgelegt, jubelte der Torschütze nach seinem fünften Saisontreffer. Aber zufrieden bin ich erst, wenn wir Meister sind, fügte Gimenez hinzu. Er hat den Siegtreffer erzielt - dafür haben wir ihn geholt. Es ist ein großes Glück, dass wir zwei Torjäger haben. Einer trifft eben immer, lobte Trainer Falko Götz. Der Treffer könnte als Bewerbungsschreiben gelten: Denn bis zum April muss der Verein entscheiden, ob eine Million Euro Ablöse an Olympique Marseille gezahlt und der bislang nur ausgeliehene Gimenez länger an Hertha gebunden werden soll.

Ich will unbedingt in Berlin bleiben. Uns gefällt es sehr gut hier, meinte der Argentinier strahlend, nachdem er Aleksandar Vasoski im Torraum ausgetanzt und den Ball am Reserve-Keeper Jan Zimmermann vorbeigeschlenzt hatte. Der Oberliga-Keeper der Eintracht war zu seinem dritten Bundesliga-Einsatz gekommen, da nach Oka Nikolov (Magen-Darm-Erkrankung) auch Markus Pröll (Grippe) ausfiel.

Eine Stunde lang hatte es aber so ausgesehen, als könnte die Frankfurter Verlegenheitself den Berlinern einen Strich durch die Weihnachtsplanungen machen. Auch ohne vier Stammspieler boten die Gäste das gefälligere Spiel, waren aber in der Chancenverwertung hilflos. Ein gutes Spiel, aber das wichtigste hat gefehlt: Die Tore. Es ist traurig, dass diese Leistung heute nicht belohnt wurde, bedauerte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel.

Kompliment an die Frankfurter. Sie haben es uns nicht leicht gemacht, lobte Götz den Gegner, machte aber auch keinen Hehl daraus, dass er vom eigenem Team schon weit bessere Spiele gesehen hat. Das Beste waren die drei Punkte, musste auch Manager Dieter Hoeneß nach dem Arbeitssieg zugeben. Enttäuschend vor allem das Youngster-Mittelfeld mit Ashkan Dejagah (20), Kevin Boateng (19) und Chinedu Ede (19), dem jegliche Ideen zur Spielgestaltung abhanden gekommen schienen. Einzig Pantelic hatte mit einem Pfosten-Hammer (17.) und eine Eingabe auf den freistehenden Gimenez (33.) in der ersten Halbzeit für Aufreger vor dem Eintracht-Gehäuse gesorgt. Das Spiel war wirklich kein Leckerbissen, gestand Kapitän Arne Friedrich, der zwei Tage zuvor seinen Bleiben bei Hertha bis 2009 fixiert hatte.

Gerade als die 42 549 Fans mit ersten Pfiffen auf die fade Fußballkost reagierten, traf Gimenez und sorgte dafür, dass die Hertha mit dem sechsten Heimsieg auf dem UEFA-Cup-Platz überwintern darf. Bei 20 Punkten im eigenen Stadion trennten die Berliner damit nur zwei Tore von Schalke 04, dem besten Heim-Team der Hinrunde.

Frankfurts Verlegenheitself, in der neben den verletzten Jones und Amanatidis sowie den Keepern auch der erkrankte Christoph Spycher und der gesperrte Albert Streit fehlten, bot lange Zeit das gefälligere Kombinationsspiel, brachte sich durch mangelnde Chancenverwertung aber selbst um die Früchte der Arbeit. Das Wichtigste hat gefehlt: Die Tore. Es ist traurig, dass diese Leistung heute nicht belohnt wurde, bedauerte Coach Friedhelm Funkel, dass die Eintracht damit ihre beste Winter-Platzierung seit 13 Jahren verschenkte.


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