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DFB-Justiziar Eilers nach 34 Jahren Rente | 2006-12-22


Frankfurt/Main - Er hatte das Sagen über das Personal und gab den Ton in Sachen Rechtsprechung beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) an: Nun nahm Goetz Eilers zum letzten Mal Platz an seinem Schreibtisch in der Otto-Fleck-Schneise 6.

Mit 65 Jahren verabschiedet sich der DFB-Chefjustiziar offiziell zum 31. Dezember in die Rente. Vor allem in seiner Doppelrolle als Chefjustiziar und Personalchef war er mir ein sehr wertvoller Helfer, den ich vermissen werde, sagt DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt.

1992 hatte sich der in Schwäbisch-Gmünd geborene Eilers, der ein Jahr zuvor zum Chefjustiziar bestellt worden war, auch selbst Hoffnungen auf den Posten gemacht. Doch letztlich wurde Schmidt zum Generalsekretär berufen. Von Groll gibt es aber keine Spur: Wir beide waren, das kann ich zum Abschluss meiner Zeit als DFB-Direktor sagen, an der Spitze der Geschäftsführung ein gutes Tandem, stellte der ehemalige Richter in Darmstadt und Dieburg klar.

Dem DFB wird Eilers, in dessen 34 Jahren beim größten Sport-Fachverband der Welt die Zahl der Mitarbeiter von 25 auf 150 anstieg, verbunden bleiben. Falls man das wünscht werde er der Verbands- Gerichtsbarkeit ehrenamtlich zur Verfügung stehen. Und überhaupt denkt der Vater zweier Volljuristen nicht daran, seine Rente in Ruhe zu genießen. Seit dieser Saison gehört der Darmstädter noch für vier weitere Spielzeiten dem Berufungssenat der Europäischen Fußball-Union (UEFA) an, seine frühere Tätigkeit als Anwalt will Eilers auch wieder aufnehmen. Zudem wird Eilers in den kommenden drei Jahren als Richter für den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne arbeiten.

Mit der endlich wieder gewonnenen Terminhoheit wolle er auf keinen Fall den Kontakt zum Fußball verlieren, betonte Eilers, der sich noch heute über den so genannten Jägermeister-Prozess ärgert. Dabei hatte der Bundesgerichtshof 1983 einen Dringlichkeits-Antrag des DFB gegen Eintracht Braunschweig aus formaljuristischen Gründen verworfen, durch den der Verband das Einbringen von Werbung in den Vereinsnamen hatte verhindern wollen. Am Ende sei der Beschluss dann doch in der Satzung aufgenommen worden. Eilers: Der enorme Aufwand, mit dem wir dies erreicht haben, war trotzdem höchst unerfreulich.

Seinen Posten beim DFB wird vom 1. Januar des kommenden Jahres an Stefan Hans übernehmen. Der 44 Jahre alte Saarländer wird Direktor für Recht, Sportgerichtsbarkeit, Finanzen, Personal und Verwaltung. Hans arbeitete zuvor als Abteilungsleiter im WM-Organisationskomitee und im Finanzministerium von Rheinland-Pfalz.


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