Düsseldorf - Der Aufstand der Außenseiter blieb aus, die Favoriten gaben sich auf dem Weg ins DFB-Pokal-Viertelfinale keine Blöße. Lediglich Zweitligist SpVgg Unterhaching hielt sich im bayerischen Derby beim 1. FC Nürnberg tapfer und verlor erst nach Elfmeterschießen.
Der 1. FC Köln erkämpfte sich bei der klassenhöheren Frankfurter Eintracht immerhin eine Verlängerung, doch die Schützlinge von Christoph Daum blieben am Ende beim 1:3 unter ihrem neuen Coach weiterhin erfolglos. Regionalligist VfL Osnabrück (0:3 gegen Hertha BSC) und der VfL Bochum (1:4 gegen VfB Stuttgart) waren auf dem Weg in die Runde der letzten acht Teams chancenlos.
Mit einer gelungenen Vorstellung und einem deutlichen Sieg verabschiedete sich der VfB Stuttgart in die Winterpause. Jetzt sind es nur noch zwei Spiele bis Berlin. Wir wollen ins Finale, sagte Doppel-Torschütze Thomas Hitzlsperger nach dem 4:1-Erfolg in Bochum. Neben Hitzlsperger trafen Mario Gomez und Cacau für die Stuttgarter, Tommy Bechmann erzielte den Treffer für Bochum. Die erstmals seit sechs Jahren wieder ins Viertelfinale eingezogenen Schwaben mussten nach der Partie allerdings einen personellen Rückschlag hinnehmen und werden in der neuen Saison wohl einen neuen Torhüter benötigen. Timo Hildebrand hat das Angebot zur Vertragsverlängerung nicht angenommen.
Als großer Gewinner durfte sich Ersatztorhüter Daniel Klewer vom 1. FC Nürnberg fühlen. Der Keeper wehrte im Elfmeterschießen gegen den Zweitligisten aus Unterhaching gleich vier Strafstöße ab und bewahrte sein Team vor einer Blamage. Damit habe ich mir das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht, das es gibt, jubelte Klewer nach seinem großen Auftritt. Dank des Keepers gewann der Club mit 2:1, nach 120 Minuten hatte es noch 0:0 gestanden. Es ist schön zu wissen, dass ein Torhüter, der nur auf der Bank sitzt, seine Sache so lückenlos und gut macht, lobte FCN-Coach Hans Meyer seine Nummer 2.
Für Christoph Daum und den 1. FC Köln stehen auch nach dem Pokal- Aus in Frankfurt weiter schwere Zeiten an. Zwar zeigte sich der Zweitligist verbessert und hatte nach Ende der regulären Spielzeit ein Remis erreicht, doch in der Verlängerung kamen die Hessen durch die Treffer von Naohiro Takahara und Sotirios Kyrgiakos zum 3:1- Erfolg. Zuvor hatten Alexander Meier für die Gastgeber und Peter Madsen für Köln getroffen. Trotz der Bilanz von vier sieglosen Spielen in Serie hofft Daum in der Liga noch auf die Wende. Wir wollen das unmöglich Scheinende noch realisieren, sagte der Coach.
Mit einem 3:0-Pflichtsieg beim Nord-Regionalliga-Spitzenreiter VfL Osnabrück hat Hertha BSC mühelos die nächste Runde erreicht. So muss man in solchen Spielen auftreten, nicht zaubern, sondern einfach nur spielen, sagte Manager Dieter Hoeneß. Auch Trainer Falko Götz war mit dem Jahresabschluss zufrieden. Wir sind Fünfter in der Liga und stehen im Viertelfinale. Damit ist unsere Zielsetzung für dieses Halbjahr erfüllt, meint der Berliner Coach. Christian Gimenez (2) und Malik Fahti erzielten die Treffer für Hertha. Torjäger Marko Pantelic zog sich wegen seiner Unbeherrschtheit auf dem Platz und bei seiner Auswechslung den Zorn seines Trainers zu. Das war fast Idiotie im Quadrat, schimpfte Götz.
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