München - Seine Mission war bisher erfolglos, aber mit brasilianischem Fußballzauber soll Christoph Daum mit dem 1. FC Köln doch noch das Aufstiegswunder schaffen.
Nach dem Horrorjahr 2006 mit Erstligaabstieg und Zweitligafrust starten die Geißböcke trotz fast aussichtsloser Lage mit großer Zuversicht am Wochenende in die Rückrunde der 2. Bundesliga. Wir wollen das Unmögliche möglich machen, kündigte Manager Michael Meier den Angriff auf die Aufstiegsplätze an. Herbstmeister Karlsruher SC und Hansa Rostock bleiben aber ganz gelassen. Dem souveränen Führungsduo scheint ein Platz im Fußball-Oberhaus so gut wie sicher.
Spitzenreiter KSC und der FC Hansa, der als einzige Mannschaft im deutschen Profifußball noch ungeschlagen ist, ist nach Ansicht der Zweitligatrainer die Rückkehr in die Bundesliga sicher. Beim Kampf um Platz drei ist der MSV Duisburg laut kicker-Umfrage Favorit. Auf den 1. FC Köln tippt mit Paderborns neuem Trainer Holger Fach nur einer. In Köln ist man dagegen vom sofortigen Wiederaufstieg überzeugt, obwohl der FC mit nur drei Punkten Abstand auf einen Abstiegsplatz der Regionalliga näher ist als dem Wunschziel Bundesliga.
Für Präsident Wolfgang Overath ist Daum weiterhin der große Hoffnungsträger. Er hat die spezielle Stärke, Spielern Selbstvertrauen zu vermitteln, meinte der Weltmeister von 1974, der Daums Wunsch nach personellen Verstärkungen schon weitgehend erfüllt hat. Für 1,8 Millionen Euro wurden vier neue Spieler geholt, dabei setzt der FC Samba vor allem auf das magische Dreieck mit den Brasilianern Fabio Luciano, Tiago und André. Dessen Einsatz gegen den FC Augsburg ist wegen Adduktorenproblemen aber fraglich. Der Norweger Marius Johnson (Muskelfaserriss) fällt aus.
Bei den Augsburgern soll Karsten Hutwelker nach erfolgreicher Krebstherapie in die Mannschaft zurückkehren. Ende August 2006 hatten die Ärzte einen lebensbedrohlichen Tumor bei dem 35-Jährigen festgestellt. Der SC Paderborn mit Ex-Nationalspieler Holger Fach und der abstiegsbedrohte SV Wacker Burghausen mit Fred Arbinger (Teammanager) und Gino Lettieri (Übungsleiter) starten mit neuen Trainern in die Rückserie. Dagegen beginnt für Volker Finke, der nach 16 Dienstjahren am Saisonende beim SC Freiburg aufhört, mit dem Gastspiel in Rostock die Abschiedstournee.
Auch für Benno Möhlmann, der mit der SpVgg Greuther Fürth zum Derby beim TSV 1860 München antritt, ist am Ende der Spielzeit Schluss. Bis zu meinem letzten Arbeitstag in Fürth gilt meine ganze Kraft dem Ziel, die Saison so erfolgreich wie nur möglich abzuschließen, versprach Möhlmann. Auch Finke will sich einen guten Abgang verschaffen und hofft auf eine gute Rückserie. Der Kader ist für Abstiegskampf gewappnet.
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