Zürich - Fabio Cannavaro, Ronaldinho und Zinedine Zidane streiten um die Krone als Weltfußballer des Jahres 2006. Das Trio erreichte bei der von der FIFA veranstalteten Wahl die ersten drei Plätze.
Welcher der drei Starspieler von den Trainern und Kapitänen der Nationalmannschaften zum besten Akteur des WM-Jahres gekürt wurde, wird die FIFA bei ihrer traditionellen Gala am 18. Dezember in Zürich verkünden.
Dort kann sich auch Renate Lingor vom 1. FFC Frankfurt Hoffnungen auf die größte persönliche Auszeichnung ihrer Karriere machen. Die 31-Jährige steht neben Kristine Lilly aus den USA und der Brasilianerin Marta in der Endausscheidung bei den Frauen um die Nachfolge von Birgit Prinz, die nach ihren Siegen in den vergangenen drei Jahren von der FIFA überraschend nicht einmal in die Vorauswahl der besten 20 Spielerinnen aufgenommen worden war.
Die deutschen Männer schafften trotz ihrer gelungenen WM-Auftritte nicht den Sprung unter die besten Drei. Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack (FC Chelsea), WM-Torschützenkönig Miroslav Klose (Werder Bremen), Jens Lehmann (FC Arsenal) und Philipp Lahm (Bayern München) waren von der FIFA in den Kreis der 30 besten Fußballer des Jahres aufgenommen worden.
Erst zwei Tage zuvor war Italiens Weltmeister Cannavaro bei der Journalisten-Wahl des französischen Magazin France Football zu Europas Fußballer des Jahres gekürt worden. Die Wahl des Verteidigers von Real Madrid hatte Kritik hervorgerufen. Besonders in Frankreich hätte man lieber Nationalstürmer Thierry Henry als Sieger gesehen. Der Angreifer vom FC Arsenal geht nun aber auch bei der Weltfußballer-Wahl definitiv leer aus.
Stattdessen kann sich sein zurückgetretener Teamkollege Zinedine Zidane trotz seines Kopfstoßes im WM-Finale Hoffnungen auf eine nachträgliche Krönung seiner Karriere machen. Der Franzose war bereits 1998, 2000, und 2003 zum Weltfußballer des Jahres gewählt worden. Nach der WM hatten ihn Journalisten ungeachtet seiner heiß diskutierten Tätlichkeit gegen den Italiener Marco Materazzi zum besten Spieler des Turniers gekürt.
Etwas überraschend steht auch Ronaldinho vom FC Barcelona in der Endausscheidung der besten drei Akteure. Der Brasilianer, unumstrittener Sieger des Vorjahres, führte den spanischen Meister zwar zum Sieg in der Champions League, konnte mit seinem Nationalteam aber bei der WM die hohen Erwartungen bei weitem nicht erfüllen.
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