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Dortmund gewinnt: Trennung von Trainer van Marwijk | 2006-12-02


Dortmund - Ebi Smolarek hat Borussia Dortmund in letzter Minute vor einer weiteren Enttäuschung bewahrt. Mit seinem fünften Saisontreffer sorgte der Angreifer in der Schlussminute für den glücklichen 1:0 (0:0)-Erfolg seiner Mannschaft über den VfL Wolfsburg.

Dem Revierclub gelang damit der ersehnte Befreiungsschlag und erste Heimsieg seit dem 16. September. Für die Wolfsburger ging vor 62 000 Zuschauern eine Erfolgsserie mit zuletzt sieben Partien ohne Niederlage zu Ende.

Unmittelbar nach dem Zittersieg kündigte der BVB die Trennung von Trainer Bert van Marwijk zum Ende der laufenden Spielzeit an. Jede Zusammenarbeit ist irgendwann einmal zu Ende. Die Entscheidung ist schon länger gefallen, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Fernsehsender arena. Zuvor hatte bereits van Marwijk bestätigt: Wir haben darüber gesprochen, dass wir beide einen neuen Weg gehen.

Vor dem Anpfiff hatten die Gerüchte über die bevorstehende Trennung von dem Niederländer bereits für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Wie mehrere Dortmunder Zeitungen am Samstag berichteten, soll sich der BVB bereits mit dem Bielefelder Coach Thomas von Heesen über eine Zusammenarbeit vom 1. Juli 2007 an einig sein. Diese Spekulationen waren der Spielkultur der Borussia wenig zuträglich. Wie schon in den vergangenen sieben Heimspielen tat sie sich vor allem im Spielaufbau schwer.

Zwar erspielte sich der BVB eine deutliche Feldüberlegenheit, ließ aber nur bei einen Kopfball von Ebi Smolarek in der 3. Minute Torgefahr erkennen. Der ersatzgeschwächte Gast, der ohne Alexander Madlung, Mike Hanke, Tom van der Leegte und Diego Fernando Klimowicz antreten musste, beschränkte sich zumeist auf Torsicherung. Was die Anzahl der Möglichkeiten betraf, war er dem Gegner aber mindestens ebenbürtig: Bei zwei Kopfbällen verpasste Jonathan Santana (21./34.) die mögliche Führung für sein Team.

Nach Wiederanpfiff blieb es bei der Scheinüberlegenheit der Gastgeber: Sie dominierten, schlugen daraus aber kein Kapital. So kam Angreifer Alexander Frei in der 53. Minute einen Schritt zu spät, Manndecker Martin Amedick (76.) schoss aus zehn Metern knapp vorbei. Auf weitere Torchancen ihrer Mannschaft hofften die Borussen-Anhänger vergeblich. Auch die wütenden Sprechchöre von der Tribüne (Wir haben die Schnauze voll) bewirkten zunächst keine Trotzreaktion. Erst der Kopfball von Smolarek zum 1:0 versöhnte die Fans.


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