Daum fühlt sich durch Sperre massiv behindert | 2007-08-28
Köln - Durch seine Innenraum-Sperre für zwei Meisterschaftsspiele fühlt sich Christoph Daum in seiner Tätigkeit als Trainer des Zweitligisten 1. FC Köln enorm eingeschränkt.
Es ist schon eine massive Behinderung, wenn du ein zeitlich begrenztes Berufsverbot bekommst, sagte der 53-Jährige in einem auf der vereinseigenen Internet-Seite veröffentlichten Video-Beitrag. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte die Sperre gegen Daum am 27. August ausgesprochen und gegen ihn zudem eine Geldstrafe von 10 000 Euro verhängt.
Ich kann meinen Beruf 30 Minuten vor und nach dem Spiel nicht ausüben. Aber das Urteil ist nun einmal so gefällt worden, so Daum. Das DFB-Sportgericht hatte mit seinem Spruch auf Äußerungen des FC- Cheftrainers nach der Partie am 20. August gegen Alemannia Aachen (0:1) reagiert, als er Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) bewusste Fehlentscheidungen gegen sein Team unterstellt hatte. Hierfür hatte sich Daum entschuldigt.
Juristisch wollten er und sein Club nichts mehr unternehmen. Das wäre eine zusätzliche Öffentlichkeitswirkung, und die wolle man nicht, sagte Daum weiter. Er habe nach der Niederlage gegen Aachen emotional überreagiert, wiederholte Daum. Er wolle die Schiedsrichter unterstützen, aber das kann ich jetzt leider nicht. Diese Möglichkeit hat man mir genommen. Daum muss seinen Platz auf der Trainerbank in den FC-Spielen bei Tabellenführer TSV 1860 München und gegen die SpVgg Greuther Fürth am 16. September räumen.