Journalisten protestierten gegen Schalker Medien-Boykott | 2006-12-05
Ludwigshafen - Mit einem offiziellen Protest-Schreiben an den FC Schalke 04 hat sich der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) über den anhaltenden Medien-Boykott der Schalker Profis beschwert.
Der VDS forderte Vorstand und Management des Fußball-Bundesligisten darin auf, umgehend auf die Spieler einzuwirken, den Boykott beenden. Es könne nicht angehen, dass eine ganze Branche bestraft werde, weil die Spieler sich von einigen Medienvertretern ungerecht behandelt fühlten, hieß es in dem Schreiben vom 5. Dezember. Eine Art Sippenhaft für Sportjournalisten ist unerträglich und unprofessionell, kritisierte VDS-Präsident Erich Laaser.
Die Schalker Profis hatten ihren Medienboykott am 3. November begonnen, zwei Tage vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Bayern München (2:2). Seitdem hat der Tabellen-Zweite kein Spiel mehr verloren. Mehrfach hatten Schalke-Trainer Mirko Slomka und Manager Andreas Müller danach betont, dass das Schweigen der Profis kein Dauerzustand sein könne.