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New Yorker Gericht: FIFA-Vertrag mit Visa ungültig | 2006-12-07


Hamburg - Ein Gericht in New York hat den Sponsorenvertrag des Weltfußball-Verbandes FIFA mit dem Kreditkarten-Unternehmen Visa für ungültig erklärt.

Wie das Sportbusiness-Magazin Sponsors in seiner Online-Ausgabe berichtete, gab das Gericht damit einer Klage des Visa-Konkurrenten und bisherigen FIFA-Sponsors Mastercard recht. Die FIFA-Vereinbarung mit Visa sollte von 2007 an gelten und bis 2014 laufen. Mastercard war einer von 15 FIFA- Sponsoren bei der Fußball-WM im Juni und Juli in Deutschland.

In einer Stellungnahme äußerte sich die FIFA bestürzt über das Urteil. Die FIFA wird diese Entscheidung anfechten und geht davon aus, sich auch durchzusetzen, hieß es in einer Pressemitteilung. Die FIFA ist weiterhin davon überzeugt, zu jeder Zeit in gutem Glauben gehandelt zu haben und wird daher auch weiter energisch für diese Sache kämpfen.

In der Begründung, die Sponsors nach eigenen Angaben vorliegt, stellt das United States District Court of New York fest, dass die FIFA das Erstverhandlungsrecht des bisherigen Partners Mastercard missachtet habe und Verantwortliche des Unternehmens von der FIFA wiederholt angelogen worden seien. Auch Visa soll nicht über das Erstverhandlungsrecht des bisherigen Partners informiert worden sein.

Die New Yorker Richter seien daher zu dem Ergebnis gekommen, dass der Sponsoring-Vertrag der FIFA mit Visa nicht aufrechterhalten werden darf, so Sponsors. Vielmehr sei ein gültiger Kontrakt mit Mastercard für den entsprechenden Zeitraum bereits abgeschlossen worden.

Die FIFA und Visa hatten im April dieses Jahres ihre Partnerschaft bekannt gegeben. Mastercard hatte dem Weltverband daraufhin vorgeworfen, sich nicht an Absprachen gehalten zu haben. Die FIFA habe in den Verhandlungen um eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zugesichert, nicht mit einer dritten Partei zu sprechen. Als Mastercard einen neuen Vertrag unterschrieben hatte, habe die FIFA mitgeteilt, sich bereits mit Visa geeinigt zu haben. Mastercard klagte gegen den Sponsoringvertrag der FIFA vor dem New Yorker Gericht.

In einer Neuordnung seiner Sponsoren-Politik plant die FIFA mit sechs Hauptpartnern und acht Sponsoren der zweiten Kategorie. Für die WM 2006 hatte die FIFA 15 Sponsorenverträge abgeschlossen, die alle die gleichen Rechte und Pflichten vorsahen. Zu den sechs Hauptpartnern zählen neben Visa noch die Fluglinie Emirates, der Sportartikelhersteller adidas, der Automobil-Hersteller Hyundai, das Elektronik-Unternehmen Sony und Getränke-Hersteller Coca-Cola. Für die weltweiten Werberechte an sämtlichen FIFA-Weltmeisterschaften bis 2014 sollen die sechs Unternehmen schätzungsweise rund 160 Millionen Euro zahlen.


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