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Klinsmann wird nicht Nationaltrainer der USA | 2006-12-07


Hamburg - Die Verhandlungen zwischen Jürgen Klinsmann und dem amerikanischen Fußball-Verband (USSF) über ein Engagement des früheren Bundestrainers als US-Coach sind endgültig gescheitert.

Ich stehe als Trainer nicht zur Verfügung, sagte Klinsmann dem Sportkanal ESPN und bestätigte damit entsprechende Meldungen der Nachrichtenagentur AP. Er habe die Verhandlungen mit dem US-Verbandspräsidenten Sunil Gulati über das Programm für das US-Nationalteam abgeschlossen, sagte der frühere Bundestrainer weiter. Details über die Verhandlungen wollte er nicht nennen.

Ich wünsche dem neuen Trainer der Nationalmannschaft der USA viel Glück, sagte Klinsmann. Der 42-Jährige hatte nach dem dritten WM-Platz mit der deutschen Mannschaft seinen Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht verlängert und eine Auszeit bis zum Jahresende angekündigt. Erst am 5. Dezember war bekannt geworden, dass die Entscheidung über ein mögliches Engagement Klinsmanns kurz bevorstehe. In seiner Wahlheimat USA galt er bis zuletzt als Wunschkandidat der USSF.

Das Gehalt, wie in den vergangenen Wochen teilweise kolportiert, dürfte jedoch nicht ausschlaggebend für das Scheitern der Gespräche gewesen sein. Wie bei seinem zweijährigen Engagement für den DFB forderte Klinsmann offenbar auch in den Verhandlungen mit dem US-Verband größtmögliche Kompetenzen und Freiheit bei wichtigen Entscheidungen.

Der bisherige Trainer Bruce Arena bekam nach dem WM-Vorrunden-Aus nach fast acht Jahren im Amt keine Vertragsverlängerung mehr. Klinsmann hatte im Oktober gegenüber US-Medien sein Interesse an einem Engagement bekundet und Vertragsgespräche bestätigt. Auch der ehemalige englische Nationalcoach Sven-Göran Eriksson, der mit Argentinien an Klinsmanns Mannschaft im WM-Viertelfinale gescheiterte Argentinier José Pekerman und der Gerard Houllier, Trainer des französischen Meisters Olympique Lyon, gelten als Kandidaten.

Die USA bestreiten ihr erstes Länderspiel im Jahr 2007 am 20. Januar gegen Dänemark in Carcon unweit von Klinsmanns Wohnsitz nahe Los Angeles. Nach Klinsmanns Absage könnte es durchaus sein, dass das US-Team zu diesem Zeitpunkt noch ohne Trainer dasteht.

Die Spekulationen um ein Engagement Klinsmanns hatten Ende November durch Aussagen des Bundesliga-Profis Steven Cherundolo von Hannover 96 neue Nahrung erhalten. Der Nationalspieler hatte in einem Interview schon von einer Einigung des US-Verbandes mit Klinsmann gesprochen. Klinsmann ist einer von vier bis fünf Kandidaten, hatte Verbandssprecher Jim Moorhouse damals gesagt und ergänzt: Der Spieler hat kein Wissen über den Stand des Auswahlverfahrens.


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