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Chelsea gegen Arsenal: Lehmann heizt Stimmung an | 2006-12-08


London - Das Spitzenspiel in der Premier League zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal am 10. Dezember verspricht eines der brisantesten Londoner Derbys aller Zeiten zu werden.

Der deutsche Nationaltorwart Jens Lehmann heizte die Atmosphäre zusätzlich an, indem er die Fans gegen Ashley Cole aufstachelte. Der Verteidiger war Ende August von Arsenal zu Chelsea gewechselt.

Dabei kracht es vor dem 164. Derby bei beiden Clubs ohnehin schon gewaltig hinter den Kulissen. Superstar Andrej Schewtschenko hat die Vereinsbosse des englischen Meisters erzürnt, bei Arsenal sorgen die angeblichen Zwistigkeiten zwischen Torjäger Thierry Henry und Trainer Arsene Wenger für Zündstoff.

Natürlich sollte Cole Pfiffe bekommen, sagte Lehmann vor dem ersten Wiedersehen mit dem früheren Mannschaftskollegen, der mit William Gallas die Clubs tauschte: Er ist jung und hat Fehler gemacht. Cole hatte seit seiner Kindheit für Arsenal gespielt, mit abfälligen Bemerkungen über den Club jedoch seinen Wechsel erzwungen und anschließend in seiner Autobiografie verbal nachgetreten.

Der deutsche Nationalspieler Michael Ballack spürt bereits das Kribbeln: Das ist ein sehr, sehr wichtiges Spiel für uns. Manchester United hat sechs Punkte Vorsprung und spielt am Samstag, so dass das tabellarisch einen gewissen Druck auf uns ausübt, sagte Ballack der dpa. Wir müssen schon gewinnen, um dran zu bleiben.

Davon ist der FC Arsenal bei 16 Punkten Rückstand weit entfernt. Welche Erwartungen können wir im Moment aussprechen? Keine, gestand Lehmann. Sein Team verlor die vergangenen drei Auswärtsspiele, blieb gegen die Großen jedoch siegreich: Arsenal fügte Manchester im Old-Trafford-Stadion die einzige Saisonniederlage zu, gewann gegen Liverpool und Tottenham jeweils klar mit 3:0. Eigenartig nennt dies Lehmann und meinte: Schwer zu sagen, wies diesmal ausgeht. Ballack hingegen warnte: Genau deshalb müssen wir aufpassen.

Arsenal muss weiter auf Henry verzichten, doch niemand weiß, weshalb genau und wie lange noch. Angeblich hat sich der Franzose vergangene Woche mit Wenger überworfen und beleidigt das Training verlassen. Seitdem steht er nicht mehr im Aufgebot. Offiziell wegen Nackenproblemen und Erschöpfung, doch Henry fühlt sich fit.

Auch Chelseas Stürmerstar sorgt für Unruhe. Leider passt mein Spiel nicht zu Mourinho, klagte Schewtschenko und drohte mit einer Rückkehr nach Italien. Chelsea erklärte zwar, Schewtschenko sei falsch verstanden worden. Dennoch sind die Probleme zwischen Mourinho und dem bislang glücklosen Torjäger ein offenes Geheimnis. Angeblich soll Schewtschenko gegen den Willen des Trainers nur auf Wunsch von Club-Besitzer Roman Abramowitsch verpflichtet worden sein.

Seit Mourinho das Kommando an der Stamford Bridge übernommen hat, ist Chelsea zu Hause ungeschlagen. Die letzte Niederlage datiert vom 21. Februar 2004. Der Gegner damals hieß FC Arsenal...


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