Frankfurt/Main - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) strebt die räumliche Trennung vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) an, will ihren Sitz aber nicht aus Frankfurt/Main verlegen.
Wir prüfen weder einen Umzug nach Berlin noch nach Bonn, sondern auf Grund des gestiegenen Raumbedarfs eine Veränderung in der Stadt Frankfurt, sagte DFL- Geschäftsführer Christian Seifert der dpa. Er dementierte damit einen Bericht der Bild am Sonntag über einen angeblich geplanten Standortwechsel.
Seit 2001 sitzt die DFL zusammen mit dem DFB in einem vom Verband angemieteten Gebäude in der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise. Mit dem angestrebten Auszug will die DFL ihre Eigenständigkeit stärken. Für unsere Außendarstellung ist es sicher nicht von Nachteil, wenn wir nicht mehr mit dem DFB unter einem Dach logieren, sagte Wolfgang Holzhäuser, Vizepräsident des Ligaverbandes, der BamS. Von einem Bruch zwischen DFL und DFB könne laut Seifert aber keine Rede sein. Auf Grund der zahlreichen operativen Schnittstellen mit dem DFB bietet sich eine räumliche Nähe prinzipiell an, sagte der Geschäftsführer.
Allerdings schwelt derzeit zwischen DFL und DFB ein Streit über die Verwendung des WM-Überschusses. DFB-Präsident Theo Zwanziger will, dass die der DFL zustehenden 28,25 Millionen Euro von den 36 Profivereinen für gemeinnützige Zwecke verwendet werden. Dagegen regt sich massiver Widerstand in der DFL, die einen Juristen mit der Prüfung dieses Sachverhaltes beauftragt hat.
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