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2:0 gegen Frankfurt: Bayern bleibt an Werder dran | 2006-10-28


München - Titelverteidiger FC Bayern München bleibt in der Fußball-Bundesliga Spitzenreiter SV Werder Bremen auf den Fersen. Eine Woche nach der 1:3-Pleite in Bremen besiegte der deutsche Meister Eintracht Frankfurt abgeklärt mit 2:0 (2:0).

Vor 69 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena erzielten die Niederländer Roy Makaay (24. Minute) und Mark van Bommel (33.) die Tore und fügten den hessischen Remis-Könige die erste Saison-Niederlage zu. Claudio Pizarro scheiterte noch mit einem Foulelfmeter an Oka Nikolov (44.), es war bereits der vierte gehaltene Elfmeter der Frankfurter in dieser Saison. Die Eintracht musste ab der 64. Minute auch noch in Unterzahl spielen, da Verteidiger Aleksandar Vasoski wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah. Es war wichtig, dass wir in diesen schweren Wochen mal einen Sieg locker nach Hause gefahren haben, kommentierte der herausragende Makaay.

Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel überraschte mit einer mutigen Aufstellung und setzte in der Abwehr auf eine Dreierkette gegen den Drei-Mann-Angriff des FC Bayern, in dem Roque Santa Cruz die Position des verletzten Nationalstürmers Lukas Podolski einnahm. Die Eintracht fand auch besser ins Spiel und prüfte einige Male Bayern-Kapitän Oliver Kahn. Seine größte Tat vollbrachte der Ex-Nationaltorhüter in der 20. Minute, als er den nach einem Freistoß vom Japaner Naohiro Takahara verlängerten Ball reaktionsschnell mit dem Fuß parierte. Da hat Olli sehr gut gehalten, kommentierte Eintracht-Coach Funkel, der den Bayern nach Spielende zu einem verdienten Sieg gratulierte.

Auf der Gegenseite brachte ausgerechnet ein Patzer von Nikolov, der den verletzten Stammkeeper Markus Pröll ersetzte, die Eintracht auf die Verliererstraße. Nikolov ließ einen Schuss von Santa Cruz nach vorne abprallen, Makaay staubte ab - sein fünftes Saisontor. Kurz darauf glänzte der Torjäger als Vorbreiter für Van Bommel, der aus 17 Metern unhaltbar für Nikolov traf. Nach dem Spiel gab es von Bayern-Trainer Felix Magath ein Sonderlob für Makaay: Mich freut seine Entwicklung. Ich bin überzeugt, dass wir wieder den alten Roy Makaay sehen. Dieses Jahr traue ich ihm die Torjägerkrone zu.

Nach dem Doppelschlag des Holland-Duos hätten die Bayern sogar noch vor der Pause auf 3:0 erhöhen können, aber das scheiterte am Eigensinn von Pizarro. Nach einem fragwürdigen Foulelfmeter, den der Peruaner im Zweikampf mit Sotirios Kyrgiakos herausgeholt hatte, wollte er unbedingt selbst das Tor machen. Pizarro schickte Bayerns etatmäßigen Schützen Makaay davon und scheiterte prompt mit seinem Flachschuss an Nikolov.

Nach Foul von Marco Russ an Pizarro hätte es in der 58. Minute noch einmal Elfmeter geben müssen, aber Schiedsrichter Florian Meyer pfiff dieses Mal nicht. Pech hatten die Bayern auch kurz danach, als Makaay mit einem Freistoß aus gut 25 Metern den Pfosten traf (61.). Nach dem Platzverweis von Vasoski stand die Eintracht endgültig auf verlorenem Posten. Allerdings verpassten die Münchner in Überzahl einen höheren Sieg, was Magath mächtig ärgerte: Als wir einen Mann mehr waren, haben wir das Spiel eingestellt. Das stört mich.


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