Hamburg - Die einen berauscht, die anderen gereizt: Titelverteidiger AC Mailand feiert sich nach dem gelungenen Gala-Auftakt in der Fußball-Champions-League selbst.
Bei Titelanwärter FC Chelsea hingegen redete Trainer Jose Mourinho nach der Blamage gegen Favoritenschreck Rosenborg Trondheim (1:1) Klartext: Der Gegner war nicht das Problem, wir waren das Problem. Beim Fußball geht es ums Toreschießen. Und wenn man 20 Chancen braucht, um ein Tor zu schießen, ist es natürlich schwer zu gewinnen. Nur Stürmer Andrej Schewtschenko traf zum Ausgleich (53.) für das überlegene, aber zu nachlässige Star-Ensemble aus dem Londoner Nobelstadtteil. Gegen den schwächsten Gegner der Gruppe muss man einfach gewinnen, monierte Mourinho.
Club-Besitzer und Multi-Milliardär Roman Abramowitsch vereisten auf der Tribüne die Gesichtszüge. Auch in der Premier League läuft es für den Tabellenfünften mit sieben Toren in sechs Partien nicht nach Wunsch. Sein mit Weltklasse-Akteuren gespicktes Team, in dem der deutsche Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack weiter fehlt, verbreitet in der Offensive alles andere als Respekt. Rosenborgs Trainer Knut Torum stellte genüsslich fest: Wir hatten einen Plan und waren erfolgreich. Wie schon einige Male zuvor, als die Norweger Milan, Real Madrid und Bayern München düpierten.
Ungeduldig reagierten die englischen Zeitungen nach dem niederschmetternden Remis, das wie eine Niederlage wirkte. Angeknackst: Mourinho lässt Breitseite los, nachdem Sheva seinen Kopf rettet, schrieb die Daily Mail. Das Boulevard-Blatt The Sun verunglimpfte die Spieler gar als Schwachköpfe. Schewtschenko, in England nur Sheva genannt, konnte damit wohl nicht gemeint sein.
Italiens Blätter hingegen berauschten sich am 2:1-Sieg des AC Mailand gegen Benfica Lissabon. Milans Übermacht. Ein großartiger Start. Meisterwerke von Pirlo und Inzaghi, schrieb La Gazetta dello Sport. Mittelfeld-Ass Andrea Pirlo bestach als Torschütze und Vorbereiter. Trainer Carlo Ancelotti (Das war ein wunderschönes Spiel) lobte: Pirlo ist unersetzlich. Nach dem 60. Europacup-Treffer von Torjäger Filippo Inzaghi sprach Tuttosport von der Euro-Pippo-Show. Nur Milans Vize-Präsident Adriano Galliani goss ein wenig Wasser in den Wein der freudetrunkenen Italiener und sagte: Wir hätten auch fünf Tore machen können.
Ernüchtert kam der FC Liverpool aus Portugal zurück. Nach dem 1:1 beim FC Porto ging The Sun mit dem englischen Rekordmeister hart ins Gericht: Dumm, nachlässig, unachtsam, unentschuldbar, lautet das vernichtende Urteil. Torhüter Reina verschuldete einen von Gonzalez verwandelten Elfmeter, ehe Dirk Kuyt zum Ausgleich traf.
Lazio Rom rette bei Olympiakos Piräus immerhin ein Remis. Luciano Zauri gelang 13 Minuten vor Schluss der Ausgleich vor einer Geisterkulisse. Die Partie musste nach einer UEFA-Strafe vor leeren Rängen ausgetragen werden, nachdem es in der Vorsaison im Champions-League-Spiel gegen Schachtjor Donezk Ausschreitungen gegeben hatte. Lazio-Präsident Claudio Lotito zeigte sich angesichts von Personalproblemen nachsichtig mit seinen Römern: Das Team hat Charakter gezeigt. Das Ergebnis geht in Ordnung.
Gladbacher Pletsch will Hochstätter verklagenMünster setzt sich 4:1 gegen Wuppertal durchZebras stürmen Richtung BundesligaMagath: Gedanken an Mailand stören nichtChris legt Einspruch gegen FIFA-Sperre einExtra FußballAlle 23 WM-Spieler fit für KolumbienHertha II beendet Trainingslager - Testbilanz 2:2Arme Bayern: Topverdiener mit 210 MillionenDFB-Arzt und Pelé in Sorge um Rooneys Gesundheit1532 |
1081 |
1962 |
1688 |
1208 |
13831 |
13606 |
13158 |
13852 |
13551 |