Leipzig - Erstmals in dieser Saison heißt der Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga Nord VfB Lübeck. Am 13. Spieltag eroberten die Norddeutschen nach einem 5:0-Kantersieg gegen den Wuppertaler SV Platz eins.
Der bisherige Tabellenführer 1. FC Union Berlin erlitt gegen Rot-Weiß Erfurt dagegen eine unerwartete 2:4-Heimniederlage und rutschte aus den Aufstiegsplätzen auf Position fünf ab.
Unterdessen trat Ahlens Trainer Bernard Dietz nach der 0:3-Pleite bei Kickers Emden zurück. Dies bestätigte der 58 Jahre alte Coach dem Westfälischen Anzeiger. Damit zog der Fußball-Lehrer die Konsequenzen aus dem anhaltenden Misserfolg seiner Mannschaft. Der Zweitligaabsteiger hatte zuletzt vier Spiele in Serie nicht gewonnen. So können wir im Abstiegskampf nicht bestehen, hatte Dietz bereits nach dem Spiel gesagt.
Der Sieg war der dritte hintereinander für die Lübecker, zudem zum dritten Mal in Serie zu-null. VfB-Trainer Bernd Hollerbach gab sich dennoch zurückhaltend. Für den Aufstieg haben andere weit mehr investiert. Aber auf die heutige Leistung kann man stolz sein, sagte der ehemalige Bundesliga-Profi. Wuppertals Coach Uwe Fuchs empfand dagegen weit weniger Freude. Wir müssen uns wieder auf die Grundtugenden besinnen, mahnte er nach der deftigen Niederlage an. Lübeck hat auch in dieser Höhe verdient gewonnen.
Erfurt entthronte nicht nur den Tabellenführer, sondern feierte in der Berliner Wuhlheide auch schon den fünften Sieg in Serie. In der ersten halben Stunde haben wir unseren besten Fußball dieser Saison gezeigt, lobte Rot-Weiß-Trainer Pawel Dotschew. Dessen Berliner Kollege Christian Schreier bemängelte, dass sein Team nach dem Elfmeter zum 0:1 völlig den Faden verloren habe. Doch die Niederlage und ebenso der Verlust von Platz eins werfe sein Team nicht um. Ich habe stets nur vom Klassenverbleib gesprochen, so Schreier.
Der VfL Osnabrück kletterte mit einem 2:1-Erfolg bei Bayer Leverkusen II auf Platz zwei. Dagegen verpassten Werder Bremen II, Fortuna Düsseldorf und Dynamo Dresden jeweils durch Unentschieden den Sprung auf Rang eins. Bremen kam nach 0:2-Rückstand noch zu einem glücklichen 2:2 gegen Aufsteiger 1. FC Magdeburg. Düsseldorf brachte beim SV Wilhelmshaven eine 1:0-Führung nicht über die Zeit und kam wie Dynamo Dresden bei Hertha BSC Berlin II nach eigener Führung nur zu einem 1:1. Holstein Kiel kam beim Hamburger SV II nicht über ein 0:0 hinaus und bleibt als 13. im Tabellenkeller stecken.
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