DFB ermittelt gegen Hertha-Manager Hoeneß | 2006-10-30
Frankfurt/Main - Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Ermittlungen gegen Hertha-Manager Dieter Hoeneß aufgenommen.
Wie der DFB mitteilte, reagiert der Kontrollausschuss damit auf den Sonderbericht von Schiedsrichter Lutz Wagner zum Bundesligaspiel Energie Cottbus gegen Hertha BSC (2:0). Hoeneß wurde zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert. Danach soll über den weiteren Fortgang des Verfahrens beraten werden. Hoeneß hatte sich in der Partie mehrfach lautstark über die Entscheidungen des Unparteiischen beschwert.
Wagner hatte in mehreren Berliner Zeitungen bestätigt, von Hoeneß nach dem Spiel verbal attackiert worden zu sein. Der Schiedsrichter wehrte sich aber dagegen, Spiele von Hertha BSC nicht objektiv zu beurteilen.
Unterdessen hat das DFB-Sportgericht Berlins Stürmer Solomon Okoronkwo nach seinem Platzverweis wegen eines versuchten Kopfstoßes in der Partie in Cottbus für zwei Spiele gesperrt. Damit fehlt er der Hertha in den Partien gegen Nürnberg und in Bielefeld. Trainer Falko Götz wurde nach seinem Platzverweis im gleichen Spiel freigesprochen.
Für das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg bangen die Berliner noch um den Einsatz von Spielmacher Yildiray Bastürk. Der 27 Jahre alte Türke zog sich in Cottbus nach einem Foul eine Wadenprellung und eine Blessur am Sprunggelenk zu und muss einige Tage mit dem Training aussetzen. Dagegen kehrt Josip Simunic, der zuletzt an einer Knieprellung laborierte, wieder ins Team zurück.