Ausschreitungen am Rande der Meisterfeier für Real | 2007-06-18
Madrid - Bei den Feierlichkeiten zum 30. Meistertitel von Real Madrid ist es in der Nacht zum 18. Juni zu Ausschreitungen gekommen. Randalierende Fans griffen die Polizei in der spanischen Hauptstadt mit Feuerwerkskörpern und Flaschen an, wie der Rundfunk berichtete.
Die Beamten hätten Gummigeschosse gegen die Hooligans eingesetzt. Ähnliche Zusammenstöße habe es auch in Alicante an der Costa Blanca gegeben. In Madrid wurden nach Medienangaben mehr als 100 Menschen verletzt. Von ihnen mussten 22 ins Krankenhaus gebracht werden. Etwa ein Dutzend Randalierer wurden festgenommen.
Insgesamt verlief die Meisterfeier jedoch friedlich. In Madrid kamen nach Fernsehangaben mehr als 200 000 Menschen am Cibeles-Brunnen im Zentrum der Stadt zusammen. Dort traf auch die Mannschaft in einem offenen Doppeldeckerbus ein. Zu den Klängen von We are the Champions hängte Kapitän Raúl der Statue der Göttin Kybele von einem Kran aus einen Vereinsschal sowie eine Spanien-Fahne mit dem Wappen des Fußballrekordmeisters um. Ehe sich die Mannschaft zu ihrer Meisterfeier verabschiedete, gab es ein großes Feuerwerk.
Die Königlichen hatten sich den ersten Meistertitel nach vierjähriger Durststrecke mit einem 3:1-Sieg über RCD Mallorca im heimischen Bernabéu-Stadion gesichert. Das Team von Trainer Fabio Capello entthronte damit am letzten Spieltag den FC Barcelona, dem ein 5:1-Erfolg beim Absteiger Gimnastic Tarragona nichts mehr nutzte.