Leipzig - Dichter gehts kaum: Nach dem 14. Spieltag der Fußball-Regionalliga Nord genießt Tabellenführer VfB Lübeck nur zwei Punkte Vorsprung auf den achtplatzierten Hamburger SV II.
Mittendrin im dichten Spitzengetümmel sind die Sieger des Samstags, Rot-Weiß Erfurt, Dynamo Dresden und der Wuppertaler SV gewannen im Gegensatz zu den Mitkonkurrenten VfL Osnabrück und Fortuna Düsseldorf jeweils ihre Heimspiele. Lübeck ließ mit dem 1:1 beim Aufsteiger Borussia Dortmund II zwei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg liegen, verdrängte aber auf Grund der besseren Tordifferenz Osnabrück, das sich gegen Kickers Emden mit einem 2:2 begnügen musste, von Position eins.
Für die Erfurter war der 1:0-Heimerfolg über den SV Wilhelmshaven bereits der sechste Sieg hintereinander. Rot-Weiß-Trainer Pawel Dotschew blieb dennoch auf dem Teppich. Es gibt Spiele, in denen man nicht gut spielt, aber gewinnt, sagte er nach dem ebenso knappen wie glücklichen Sieg. Sicherer kam dagegen Dresden zu drei Punkten. Die Sachsen behielten im Ost-Klassiker gegen den 1. FC Union Berlin mit 2:0 die Oberhand. Trainer Norbert Meier lobte: Die Mannschaft hat heute ein anderes Gesicht gezeigt, als in den letzten Partien. Bei fast 20 000 Zuschauern rennt man ja auch beinah von allein. Union- Coach Christian Schreier bemängelte indes: Wir waren zu harmlos im Angriff. Deshalb hat Dynamo verdient gewonnen.
Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz war nach dem Spielverlauf mit der Punkteteilung gegen Emden nicht unzufrieden: Wir müssen mit dem Remis leben. Emden hat gut gespielt, auch wenn mir deren Art der Fußball nicht gefällt. Emdens zweifacher Torschütze Falk Schindler sagte: Bei Nutzung unserer Konter war sogar ein Sieg drin. Doch das wäre ungerecht gegenüber Osnabrück gewesen.
Fortuna Düsseldorf kam ebenfalls über ein Unentschieden nicht hinaus und trennte sich von Bayer Leverkusen II 1:1. Wir müssen uns den Vorwurf gefallen lassen, den Sack nicht zugemacht zu haben, übte Marcel Podszus Selbstkritik, obwohl er das sehenswerte Düsseldorfer Führungstor erzielt hatte. Ebenfalls 1:1 spielte Rot-Weiß Ahlen im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Bernard Dietz. Nach dem Remis gegen den FC St. Pauli sagte sein Nachfolger Heiko Bonan: Ich glaube, diese Woche hat die Mannschaft begriffen, dass sie eine Bringschuld hat - ich muss es auch glauben.
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