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Dieter Hoeneß weist DFB-Strafe zurück | 2006-11-07


Berlin - Hertha BSC hat das Strafmaß des DFB- Kontrollausschusses gegen Manager Dieter Hoeneß für dessen verbale Attacken gegen Schiedsrichter Lutz Wagner zurückgewiesen. Das bestätigte der Hauptstadtclub.

Hoeneß sollte für die Kritik am Unparteiischen nach dem Bundesliga-Spiel der Berliner am 28. Oktober in Cottbus (0:2) 15 000 Euro zahlen und für drei Meisterschafts-Spiel nicht den Innenraum betreten dürfen. Es gibt keinerlei sportrechtliche Grundlage für so eine Bestrafung. Ich habe nur sachliche Kritik an der Schiedsrichter-Leistung geübt, erklärte Hoeneß, der nun einen Einzelrichter-Entscheid vom Sportgerichts- Vorsitzenden Rainer Koch erwartet. Folgt Koch dem Kontrollausschuss, will Hertha eine mündliche Verhandlung.

Wenn Spiele so eng sind, braucht man einen objektiven Schiedsrichter, das war nicht der Fall, hatte Hoeneß in Cottbus gewettert. Der Hertha-Manager hatte sich nicht zum ersten Mal von Lutz Wagner verpfiffen gefühlt: Ich hoffe, dass Herr Wagner in den wohlverdienten Ruhestand geht. Das war nicht zu ertragen. Er habe nie die Grenzen der Sportlichkeit überschritten, teilte Hoeneß nach den Ermittlungen des Kontrollausschusses mit. Grundsätzlich bleibe er bei seiner Meinung, dass Wagner, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage sei, Spiele von Hertha objektiv zu leiten. Der Referee selbst hatte das bestritten und einen Sonderbericht verfasst.

Der ehemalige Nationalspieler Hoeneß gilt vor dem Sportgericht als Wiederholungstäter. Schon 2002 (5000 Euro und zwei Spiele Innenraum-Verbot) und 2005 (5000 Euro und ein Spiel Innenraum-Sperre) wurde er wegen Schiedsrichter-Schelte bestraft. Dieses Mal aber sieht der 53-Jährige den Sachverhalt anders: Er habe niemanden beleidigt oder gar körperlich attackiert: Schließlich habe er 30 Jahre ehrliche Arbeit und Verdienste im deutschen Fußball aufzuweisen, da müsse seinem Wort genauso geglaubt werden wie dem von Schiedsrichter Wagner. Ich erwarte, dass mir Gerechtigkeit widerfährt, unterstrich Hoeneß, der beim Bundesliga-Spiel der Berliner in Bielefeld auf jeden Fall noch mit auf der Bank sitzen darf.


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