Karlsruhe - Im Gleichschritt Richtung Fußball-Bundesliga: Das noch unbesiegte Spitzenduo Karlsruher SC und Hansa Rostock hat am 11. Spieltag der 2. Liga seine Aufstiegsambitionen eindrucksvoll untermauert.
Der KSC ließ sich beim 4:1 gegen 1860 München nicht von widrigen Wetterbedingungen und dichtem Nebel im Stadion irritieren, Hansa kam beim 2:0 gegen den SC Paderborn mit dem Minimalprinzip zum Erfolg. Abstiegskandidat Rot-Weiss Essen trennte sich einen Tag nach dem 0:1 gegen Koblenz von Trainer Uwe Neuhaus.
Nach dem deutlichen Siegen gegen die Münchner Löwen mit drei Treffern innerhalb von 420 Sekunden zementierten die Karlsruher ihren Führungsanspruch an der Tabellenspitze und bewiesen, warum sie die derzeit offensivstärkste Mannschaft im Fußball-Unterhaus sind. Und so musste der Satz von Giovanni Federico für die Konkurrenz fast wie Hohn klingen: Natürlich sind auch wir zu schlagen, sagte der KSC-Stürmer, der sich mit seinem achten Saisontreffer an die Spitze der Torjägerliste schoss, aber es wird immer schwerer, denn wir werden von Mal zu Mal besser.
Völlig irritiert registrierten die Löwen den Sturmlauf der Hausherren. Ich weiß nicht, was hier acht Minuten lang passiert ist, da war plötzlich jeder Angriff ein Tor, sagte Danny Schwarz. Und dann zurückzukommen bei einem Tabellenführer, der sich in einen Rausch spielt, das ist natürlich sehr schwer. Da muss man erstmal schauen, dass man keine fünf Stück kriegt.
Den in dieser Saison ebenfalls noch unbezwungenen Rostockern genügte eine durchschnittliche Leistung für den 2:0-Sieg in Paderborn, um mit 25 Zählern Tabellenrang zwei hinter dem KSC (27) zu festigen. Das war kein einfaches Spiel, räumte Hansa-Trainer Frank Pagelsdorf ein. Dennoch nutzte sein Team routiniert und effektiv die sich bietenden Chancen, Gledson und Cetkovic erzielten die Tore. Wir waren das etwas cleverere Team, haben im richtigen Moment das 1:0 erzielt und mit dem 2:0 den Sack zugemacht, sagte Ex-Nationalspieler Stefan Beinlich. Das 1:1 am Wochenende gegen Carl Zeiss Jena scheint damit nicht mehr als ein Ausrutscher gewesen zu sein auf dem Weg zurück ins Oberhaus.
Im Tabellenkeller hat der Abstiegskampf bei Rot-Weiss Essen zu personellen Konsequenzen geführt: Nach dem 0:1 gegen TuS Koblenz trennte sich der Verein von Trainer Neuhaus. Essen holte aus den zurückliegenden fünf Meisterschaftspartien nur einen Punkt. Der Sportliche Leiter Olaf Janßen soll den Kader auf das nächste Spiel am Sonntag bei der SpVgg Unterhaching vorbereiten, die nach dem 3:2 gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig mit neuem Selbstbewusstsein in diese Partie gehen kann.
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