München - Karlsruhe ist wieder Spitze, Köln weiter im Tief und Freiburg vorerst aus dem Schneider. Am 8. Spieltag der 2. Bundesliga übernahm der Karlsruher SC mit dem 4:1 (3:0) gegen Aufsteiger FC Carl-Zeiss Jena und 18 Punkten zumindest bis Sonntag die Tabellenführung.
Der KSC führt mit einem Punkt vor Hansa Rostock und dem MSV Duisburg (15), der bei der SpVgg Greuther Fürth nach einem 0:2- Rückstand mit 5:3 (0:2) gewann. Der 1. FC Köln (14) blieb mit dem torlosen Remis bei der SpVgg Unterhaching im dritten Spiel in Serie sieglos und büßte erneut wertvolle Punkte im Kampf um den Aufstieg ein. Der SC Freiburg feierte mit dem 2:0 (0:0) im Kellerduell mit Wacker Burghausen den ersten Saisonsieg und schoss Trainer Volker Finke vorerst aus der Kritik.
Dank des Bilderbuchstarts mit den zwei schnellen Tore von Sebastian Freis (12./15.) landete der in dieser Saison noch unbesiegte KSC vor rund 14 000 Zuschauern im Wildparkstadion den dritten Heimsieg. Edmund Kapllani (45.) und Bradley Carnell (51.) trafen außerdem gegen den chancenlosen Klasseneuling aus Thüringen, der weiterhin auf den ersten Auswärtssieg wartet. Christian Fröhlich (53.) erzielte per Foulelfmeter Jenas Ehrentor.
Im Fürther Playmobil-Stadion schien für Duisburg bereits alles vorbei zu sein, nachdem Thomas Kleine (12.) und Danny Fuchs (19.) die Fürther in Führung gebracht hatten. Nach der Pause drehte der zuvor maßlos enttäuschende MSV aber mächtig auf und ging innerhalb von nur zwölf Minuten mit 4:2 in Führung. Mohammadou Idrissou (50.) Marco Caliguiri (57./62) und ein Eigentor des Fürthers André Mijatovic (58.) schafften die Wende. Den Franken gelang der schnelle Anschlusstreffer durch Olivier Caillas (63.), doch Idrissou (90.+1) machte Duisburgs Sieg in einer denkwürdigen Partie perfekt.
Aufstiegsfavorit 1. FC Köln ist völlig außer Tritt und blieb im dritten Spiel hintereinander ohne Sieg. In einer erschreckend schwachen Begegnung vor 5 500 Zuschauern erspielten sich die Kölner keine einzige echte Torchance. Auch die Hachinger waren zu harmlos, um den ersten Heimsieg der Saison erreichen zu können.
Die Krise beim SC Freiburg ist vorläufig zu Ende. Gegen den seit nunmehr vier Begegnungen sieglosen Tabellenletzten aus Burghausen gelang dem Ex-Bundesligisten endlich der Befreiungsschlag und nach drei Heim-Unentschieden der erste Dreier im badenova-Stadion. Jonathan Pitriopa (55.) und Boubacar Coulibaly (83.) erzielten die erlösenden Treffer für die Breisgauer, die allerdings keine überzeugende Leistung boten. Mit dem ersten Saisonsieg verbesserte sich Freiburg vom 17. auf den elften Platz.
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