Leipzig - Die Spitzenteams patzen, liegen in der Fußball- Regionalliga Süd aber weiter gemeinsam auf Aufstiegskurs: Trotz zweier unerwarteter Unentschieden ist der Vorsprung des SV Wehen und der TSG Hoffenheim auf die Verfolger unverändert groß. Der Abstand beträgt immer noch zehn Punkte.
Deshalb müssen wir nicht unruhig werden, sagte Wehens Trainer Christian Hock nach dem 3:3 bei Aufsteiger Hessen Kassel. Das Team aus dem Taunus verteidigte dennoch seine Tabellenführung, weil die zweitplatzierten Hoffenheimer nicht über ein 1:1 gegen die Stuttgarter Kickers hinaus kamen. Mit dem FC Ingolstadt, der sich 2:2 von Darmstadt 98 trennte, folgt die nächste aufstiegsberechtigte Mannschaft mit 24 Zählern erst auf dem fünften Platz.
Während die Wehener mit dem späten Ausgleichstreffer durch Kassels Julio Cesar da Rosa in der letzten Minute haderten, ärgerte sich Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick vor allem über die Gelb-Rote Karte wegen Meckerns für Matthias Keller (85.). Nachdem Francisco Copado in der 76. Minute die Stuttgarter Führung ausgeglichen hatte, stoppte der Platzverweis die Aufholjagd des Aufstiegsaspiranten. Das zieht eine Geldstrafe nach sich, schimpfte Rangnick, dessen Mannschaft seit 13 Spieltagen ungeschlagen ist. Dagegen liegt der letzte Sieg der Stuttgarter Kickers nun schon neun Partien zurück. Über den Aufstieg brauchen wir nicht zu reden, stellte Trainer Robin Dutt klar.
Ein mäßiges Spiel, aber zwei sehenswerte Tore sahen die 2200 Zuschauer beim Münchner Stadtduell zwischen den zweiten Mannschaften des FC Bayern und des TSV 1860. Der 17-jährige Sven Bender köpfte die Blauen in Führung, ehe Stephan Fürstner mit einem Freistoß aus 38 Metern für die Roten Bayern ausglich. Die beiden Trainer freuten sich anschließend vor allem über die große Kulisse. Das ist schön für die Jungs, auch mal vor mehr als 500 Fans zu spielen. Und den Rest macht die Polizei, sagte 1860-Coach Marco Kurz nach dem Prestigeduell, bei dem die befürchteten Randale ausblieben.
Einen eminent wichtigen Heimsieg erkämpfte sich die SV Elversberg. Mit dem 3:2 gegen den Vorletzten FK Pirmasens feierten die am Ende sogar in doppelter Unterzahl spielenden Gastgeber nach vier sieglosen Spielen ihren ersten Erfolg. Nach der 1:0-Führung sah erst Fabian Bröcker (40.) wegen eines Handspiels die Gelb-Rote Karte. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff musste auch Abdul Iyodo, der mit dem zwischenzeitlichen 3:1 den Sieg perfekt machte, wegen einer Tätlichkeit mit Gelb-Rot vorzeitig das Spielfeld verlassen.
Als einziges Team der Spitzengruppe konnte der VfB Stuttgart einen Sieg feiern. Durch das 2:1 über den SC Pfullendorf beendeten die Schwaben ihre Serie von drei Niederlagen in Serie und kletterten auf den 3. Rang.
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