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Augenthaler und Sander trotz Nullnummer zufrieden | 2006-11-12


Wolfsburg - Viele Chancen, keine Tore, zufriedene Trainer, enttäuschte Zuschauer: Die Nullnummer zwischen dem VfL Wolfsburg und Energie Cottbus hinterließ einen zwiespältigen Eindruck.

Beide Teams festigten ihre Plätze im Bundesliga-Mittelfeld, doch viele der 18 641 Fans pfiffen. Sie waren mit Mittelmaß auf dem Spielfeld nicht einverstanden. Das 0:0 ist ein Verdienst der Torhüter und ein wenig auch der Stürmer, sagte VfL-Trainer Klaus Augenthaler. Nach vier Pflichtspielsiegen riss die Wolfsburger Serie - auch deshalb, weil Mike Hanke diesmal nicht traf.

Der Torgarant der Niedersachsen zielte entweder knapp daneben oder scheiterte wie Jacek Krzynowek, Rick Hoogendorp und Tom van der Leegte am starken Energie-Torwart Tomislav Piplica. Auch dessen Wolfsburger Pendant Simon Jentzsch rettete gegen den konterstarken Aufsteiger mehrfach in überragender Manier. Simon hat uns am Ende einen Zähler festgehalten. Deshalb bin ich nicht unzufrieden mit dem Punkt,sagte Augenthaler. Hinten hat die Null gestanden. Da muss man mal einen Punkt mitnehmen, pflichtete ihm Alexander Madlung bei.

Der Jung-Nationalspieler agierte nicht so souverän wie sonst. Die Fußverletzung, die ihm zur Absage des Zypern-Länderspiels zwang, behinderte ihn noch. Er hat sich für die Mannschaft gequält. Wir wollen uns stabilisieren und den Abstand zur Abstiegszone groß halten. Dazu hat auch dieses Spiel beigetragen, sagte VfL-Manager Klaus Fuchs. Die Wolfsburger Minimalisten sind damit zwei Mal Spitze in der Bundesliga. Sie haben die wenigsten Tore (9) erzielt und die wenigsten Gegentreffer (10) aller 18 Teams kassiert.

Cottbus-Trainer Petrik Sander, der seinen Profis nach der 0:1- Heimpleite gegen Frankfurt ordentlich den Kopf gewaschen hatte, verteilte diesmal Zuckerbrot. Das war ein sehr gutes Auswärtsspiel meiner Mannschaft. Sie hat nach dem Frankfurt-Rückschlag die richtige Reaktion gezeigt, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit drei tolle Konterchancen nicht genutzt haben. Wir wollen aber nicht vermessen sein, kommentierte Sander den achten Auswärtspunkt des Neulings. Ich bin froh, dass wir die Auswärtsstärke aus der 2. Liga mitgenommen haben. Jetzt freue ich mich aus Schalke, fügte er hinzu.

Kritische Töne schlug Steffen Baumgart an. Das Niveau war nicht besonders ansehnlich. Beide Mannschaften sind unzufrieden und waren nicht so gut, dass sie den Sieg verdient hatten. Allerdings hatte auch kein Team eine Niederlage verdient, sagte der eingewechselte Cottbus-Stürmer. Die Lausitzer zeigten kämpferisch eine ordentliche Leistung und profitierten von der Rückkehr ihres Kapitäns Kevin McKenna. Obwohl der Abwehrchef seine Grippe noch nicht ganz auskuriert hatte, stellte er sich ähnlich wie Madlung in den Dienst der Mannschaft. Er ist der Kapitän und hat einen unbedingten Willen, lobte Trainer Sander die Einstellung des Kanadiers. Das war ein Schritt nach vorn, sagte McKenna.


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