München - Vor Beginn seiner fünften Amtszeit als Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München hat Franz Beckenbauer seine Mannschaft in die Pflicht genommen.
Zunächst müssen wir aufpassen, dass der Abstand zur Spitze nicht zu groß wird. In der Rückrunde müssen wir das Feld aufrollen, sagte der 61-Jährige im Interview mit dem Fachmagazin Kicker. Die Erwartungshaltung Beckenbauer im Umbruchsjahr 2006/07 ist eher zurückhaltend. Platz eins bis drei nannte er als sportliches Ziel für die laufende Saison.
Auf der Jahreshauptversammlung am Freitag in München wird Beckenbauer seine seit 1994 andauernde Präsidentschaft beim FC Bayern um weitere drei Jahre verlängern. Danach soll Manager Uli Hoeneß das Ehrenamt übernehmen. Es könnte meine letzte Periode sein, sagte Beckenbauer, Uli Hoeneß hat seine Absicht bekundet, mich zu beerben. Ich habe ihm gesagt, du musst mir nur den Tag mitteilen, dann bis du mein Nachfolger. Mit 15 Titeln während seiner Amtszeit sei alles zum Wohle des FC Bayern bestellt, auch langfristig. Der Erfolg kann auf zehn, zwanzig Jahre gegeben sein.
In der Champions League hat die Mannschaft von Trainer Felix Magath bereits vorzeitig das Achtelfinale erreicht, doch zu den Favoriten in der europäischen Königsklasse zählt Beckenbauer seinen Club nicht. Dass wir international ganz nach vorne kommen, halte ich für die Ausnahme. Mir ist aber ein Haushalt ohne Risiko lieber als ein unbedachter Transfer, der das Unternehmen gefährdet, sprach er sich klar gegen die Verpflichtung teurer Stars aus. Ein Spieler wie David Beckham würde das ganze Gefüge durcheinander bringen.
Seine Ansprüche auf den Posten des UEFA-Präsidenten hat Beckenbauer so gut wie aufgegeben. Der Chef des WM-Organisationskomitees befürwortet bei den Wahlen 2007 eine erneute Kandidatur des derzeitigen Amtsinhabers Lennart Johnsson. Es wäre das Beste, Johansson würde noch ein Periode machen und dann den Übergang zu Michel Platini schaffen. Platini hat ja entsprechende Ambitionen an den Tag gelegt, erklärte Beckenbauer, der aber einen Platz im Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA anstrebt. Die Nachfolge von FIFA-Präsident Joseph Blatter schließt er aus: Ich muss mich um meine Kinder kümmern.
Die Nationalmannschaft: Alle Bundestrainer im ÜberblickBeckham wird als Größter Brite ausgezeichnetFrankfurt chancenlos: UEFA-Cup-Sieg illusorischStuttgart setzt Erfolgsserie fort: 2:0 in BielefeldDie nächsten Termine der NationalmannschaftBundesliga-Debüt für Schalke-Keeper NeuerWerder gewinnt Testspiel gegen Besiktas mit 4:0Paderborn hält Anschluss - 3:0 gegen BielefeldZwanziger schließt Wettskandale bei WM ausWuppertal verspielt in Neumünster die Aufstiegschance1939 |
1186 |
1032 |
1774 |
1005 |
13994 |
13417 |
13494 |
13073 |
13867 |