Frankfurt/Main - Neuanfang für das große Ziel EM 2009: Nach dem schmerzvollen Aus in der EM-Qualifikation feiert die neu formierte U-20/U-21-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am 14. November gegen Österreich ihre Premiere.
Während DFB-Trainer Dieter Eilts die Partie der internationalen Spielrunde vor allem als erste Sichtung der rund 50 Kandidaten nutzen will, kündigte sein österreichischer Kollege Manfred Zsak an: Wir werden unser Heil in der Offensive suchen.
Für Eilts dürfte der Ausgang der Begegnung in Celle (17.45 Uhr/DSF) sekundär sein. Mehr als zweieinhalb Jahre hat er nun Zeit, eine Mannschaft für die kontinentalen Titelkämpfe in Schweden zu formen. Wir wollen ein schlagkräftiges Team. Unser Ziel ist die EM 2009, sagte Eilts, der die U-20 in einem Jahr nahtlos in die U-21 überführt.
Gegen Österreich muss Eilts, der von Wilfried Zander und Ex-U-20-Coach Erich Rutemöller unterstützt wird, allerdings auf einige seiner Leistungsträger verzichten. Absagen mussten die Partie in Celle, wo Eilts auch sein Debüt als U-21-Coach feierte (2:0 gegen Litauen), der Gladbacher Eugen Polanski, Leverkusens Gonzalo Castro und der Bremer Aaron Hunt. Gegen die Sperre des Werder-Profis für zwei Qualifikationsspiele wegen krass sportwidrigen Verhaltens legte der DFB derweil Protest ein. Hunt war nach beleidigenden Äußerungen in der Partie gegen England von der UEFA gesperrt worden. Der DFB hatte dagegen auf Freispruch plädiert.
Im nächsten Testspiel könnte Hunt ohnehin wieder ran. In der nächsten Begegnung werde ich möglicherweise einen komplett anderen Kader berufen, kündigte Eilts für die Partie am 6. Dezember in Italien an. Spieler wie Torwart Michael Rensing (Bayern München) oder auch Kapitän Stefan Kießling (Bayer 04 Leverkusen) stehen ihm aus Altersgründen für die EM 2009 nicht mehr zur Verfügung. Wir haben einen Schnitt gemacht, erklärt Eilts, für den es ausschließlich darum geht, zum ersten EM-Qualifikationsspiel in der kommenden Saison eine Mannschaft aufzubauen, die eine erfolgreiche Spielzeit als U-21 absolvieren kann.
Seine alte Truppe hatte nach dem Viertelfinal-Aus bei der EM in Portugal in diesem Sommer vor einem Monat das vorzeitige Aus in der Qualifikation hinnehmen müssen. In den beiden Entscheidungsspielen gegen England hatte die DFB-Auswahl das Nachsehen, was zugleich ein Jahr Wettkampfpause für die Mannschaft und auch Coach Eilts bedeutet hätte. Angesichts der enorm gewachsenen Bedeutung des Unterbaus für die A-Nationalmannschaft kein idealer Zustand für den Verband, dessen Kompetenz-Gremium jüngst auch ein einheitliches Spielsystem (4-4-2) für die Jugendmannschaften beschloss. Mit der Zusammenlegung von U-20 und U-21 löste der DFB das Problem und ermöglichte auch eine lange Vorbereitung für das große Ziel EM 2009.
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