Dresden - Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 hat die Generalprobe für den Ligapokal-Auftakt verpatzt, aber mit dem Freundschaftsspiel beim Regionalligisten Dynamo Dresden ein Signal gegen Gewalt gesetzt.
Der Champions-League-Teilnehmer musste sich im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion gegen den sächsischen Traditionsclub mit einem 1:1 (1:0) begnügen, blieb aber damit auch im sechsten Vorbereitungsspiel ungeschlagen. In der Partie, die unter dem Motto Gib Gas gegen Gewalt stand, ging der deutsche Vize-Meister vor 12 151 Zuschauern durch Gerald Asamoah (27.) in Front. Pavel David glich in der 76. Minute aus.
Initiiert wurde das Spiel von Schalkes Hauptsponsor Gazprom mit dem Ziel, Geld für das Anti-Gewalt Projekt Dresden und den Aufbau einer Dynamo-Fan-Abteilung analog zum Schalker Fan-Club-Verband einzuspielen. Durch diese Abteilung sollen in Dresden gewaltbereite Gruppen in die positive Fan-Kultur integriert werden. Wir hatten in Schalke ähnliche Probleme, doch wir haben diese zusammen mit unseren Fans lösen können. Dieses Spiel ist eine gute Gelegenheit, um an dieser Problematik mitzuarbeiten, sagte Schalke-Manager Andreas Müller.
Dresden hat schon lange Probleme mit gewaltbereiten Fans. Zuletzt war es nach dem Landespokalfinale zwischen den Amateuren des FC Erzgebirge Aue und Dresden am 10. Juni 2007 in Aue durch Dynamo- Anhänger zu schweren Ausschreitungen gekommen. Der Deutsche Fußball- Bund hatte daraufhin in Erwägung gezogen, Dynamo von der 1. Runde des DFB-Pokals auszuschließen, es dann aber bei der Drohung belassen. Wir wollen ein Zeichen setzen und die Fan-Problematik zukünftig in den Griff bekommen. Dabei hilft uns natürlich sehr, dass die überschüssigen Einnahmen unter anderem in den Ausbau und die Ausbildung unserer neuen Fan-Abteilung fließen werden, erklärte Dynamo-Hauptgeschäftsführer Bernd Maas.
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