Leipzig - Die Fälle mit rassistischem Hintergrund im deutschen Fußball ebben nicht ab. Zum wiederholten Mal steht der Nigerianer Ade Ogungbure vom Nordost-Oberligisten FC Sachsen Leipzig in den Schlagzeilen.
Nach dem Meisterschaftsspiel beim VFC Plauen (0:1) schlug der 25-Jährige seinen Gegenspieler Andrej Zapyshnyi nieder, nachdem dieser den Afrikaner während des Spiels permanent als Bimbo und Nigger beschimpft haben soll. Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) verhängte nach Auswertung der Fernsehbilder gegen Ogungbure bis zur Verhandlung eine Vorsperre. Von Ermittlungen gegen Zapyshnyi, der die Beleidigungen abstreitet, ist noch nichts bekannt.
Der Schlag war ein Fehler, das darf mir nicht passieren. Aber zwei Dinge kann ich nicht akzeptieren: Wenn jemand meine Mutter beleidigt oder mich wegen meiner Hautfarbe. Wir sind doch alle gleich, sagte der Nigerianer der Bild-Zeitung.
Der frühere Profi des 1. FC Nürnberg und von Energie Cottbus denkt darüber nach, Deutschland in Richtung Frankreich oder England zu verlassen. Ich werde jede Woche bepöbelt danach kann ich die Uhr stellen. Das Ganze macht mich kaputt. Ich kann nicht mehr, ich bin am Ende. DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte der Zeitung: Wir verurteilen jede Art von Rassismus. Aber auch Selbstjustiz können wir nicht akzeptieren. Das darf kein Spieler selbst in die Hand nehmen, sonst schaukelt sich die Situation immer weiter hoch. Auch Leipzigs Trainer Eduard Geyer verurteilte den Faustschlag und die vermutlich vorausgegangene Beleidigung. Wir reden über eine Geldstrafe.
Ogungbure stand bereits im März und Oktober zwei Mal im Mittelpunkt. Bei der Partie beim Halleschen FC hatte er nach Beleidigungen durch gegnerische Anhänger diesen den Hitler-Gruß gezeigt. In der Begegnung gegen Halle in Leipzig kam es erneut zu Beleidigungen gegen den Nigerianer, worauf der NOFV Halle zu einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit verurteilte.
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