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Abwehr-Hüne Mertesacker zurück: Wird Zeit | 2006-11-14


Nikosia - Nach fünf teilweise qualvollen Monaten steht Per Mertesacker endlich wieder als Abwehr-Hüne in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Schmerzen im WM-Sommer, Fersen-Operation noch vor Turnier-Ende, nicht enden wollende Rehabilitation, und dazwischen noch der geräuschvolle Wechsel von Hannover nach Bremen: In der Zeit hat sich einiges abgespielt rund um die Nationalmannschaft und meinen Körper, erklärte der 1,98 Meter große Mertesacker vor seinem Comeback in der DFB-Elf gegen Zypern. Ich bin froh, dass einer der etatmäßigen Innenverteidiger wieder dabei ist, freute sich auch der Bundestrainer. Merte sei beim WM-Sommermärchen ein unglaublicher Stabilisator gewesen, betonte Joachim Löw.

Einen Tag vor dem Spiel um Platz 3 war Mertesacker ein Fersensporn entfernt worden, der Transfer von den 96ern zu Werder wurde erst nach längerem Tauziehen perfekt. Direkt aus der Reha in eine andere Stadt und einen neuen Verein - das war nicht so einfach, blickte der 29-malige Nationalspieler auf die vergangenen Wochen zurück. Für Mertesacker, der in Hannover noch seinen Zivildienst in einem Heim für Behinderte absolviert hatte, war es ein Sprung in eine völlig neue Welt, auch vom Kinderzimmer bei Muttern in eine eigene Wohnung. Ich habe mich immer noch nicht um Möbel gekümmert, beschrieb Mertesacker seine Zeit-Hatz. Die elf Wochen in der Reha habe ich trotzdem genossen, bemerkte der 21 Jahre alte Profi.

Inzwischen hat Mertesacker bei seinem neuen Verein, bei dem ich herzlichst empfangen wurde, Fuß gefasst. Die neue Umgebung hat mir sehr gut getan, das kann ich schon jetzt sagen, betonte der Neu-Bremer. Und Löw ist sicher, dass ihm der Wechsel noch viel bringen wird. Das Thema Ferse wird allerdings ein Dauerthema bleiben, räumte Mertesacker ein. Das wird noch einen längeren Behandlungszeitraum in Anspruch nehmen, fürchtet der Verteidiger. Auch die eine oder andere Auszeit werde er sich deshalb noch nehmen müssen. Das ist normal bei der Verletzung, mit der er schon längere Zeit zu kämpfen hat.

Doch jetzt gilt seine volle Konzentration auf Außenseiter Zypern, dessen Spiel er nach einem Videostudium als schon beeindruckend empfand. Rückkehrer Mertesacker hat eine der wichtigsten Aufgaben im G.S.P.-Stadion von Nikosia: Er soll Mittelstürmer Michael Konstantinou ausschalten; Zyperns-Star, der in 52 Länderspielen 24 Tore erzielt hat. Es wird Zeit, sagte Mertesacker nur kurz zu seiner Rückkehr.


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