Celle - Die neu formierte U-20-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist bei ihrer Premiere mit einem Prestige-Erfolg über Österreich in das Projekt EM 2009 gestartet. Das Team von Trainer Dieter Eilts bezwang in Celle das Team aus der Alpenrepublik mit 4:1 (3:1).
In der Partie der Internationalen Spielrunde, an der auch die Schweiz und Italien teilnehmen, traf der sehr agile Marcel Heller von den Sportfreunden Siegen nach nur 100 Sekunden. Askan Dejagah von Hertha BSC war in der 8. und 58. Minute erfolgreich, Samir Khedira vom VfB Stuttgart steuerte in der 40. Minute den vierten Treffer bei. Für Österreich war Erwin Hoffer (12.) vor 3400 Zuschauern erfolgreich.
Im ersten Spiel der neuen U-20-Auswahl, die im kommenden Jahr nahtlos in die U 21 übergeht, zeigten die Eilts-Schützlinge gegen den U-20-WM-Teilnehmer des kommenden Jahres eine engagierte und auch spielerisch starke Leistung. Dafür, dass wir das erste Mal so zusammengespielt haben, hat es phasenweise ganz gut ausgesehen, lobte DFB-Trainer Eilts sein Team.
Hellers Treffer bereitete beispielsweise Dejagah mit einem glänzenden Pass vor, anschließend profitierte Dejagah von einer starken Vorarbeit durch Kevin-Prince Boateng. Der ebenfalls für Hertha spielende Mittelfeldakteur bildete mit Kapitän Marc-André Kruska - es waren die einzigen übrig gebliebenen Akteure aus der ehemaligen U 21 - sowie Khedira die Antriebsachse in der deutschen Mannschaft.
Kaum anzumerken waren dem Team, dass es unter anderem auf die verletzten Gonzalo Castro (Bayer Leverkusen), Eugen Polanski (Borussia Mönchengladbach) und Werder Bremens Aaron Hunt verzichten musste. Stattdessen dominierte die DFB-Elf nach Belieben die Partie in Celle, wo Eilts bereits sein Debüt als U-21-Coach mit einem 2:0 gegen Litauen erfolgreich gefeiert hatte.
Für die nächste Partie der Spielrunde am 6. Dezember in Italien kündigte Eilts dennoch bereits einen eventuell komplett anderen Kader aus seinem Kreis von insgesamt 50 Kandidaten an. Aus dieser Gruppe will Eilts, der vor einem Monat in der EM-Qualifikation vorzeitig an England gescheitet war, die Mannschaft formen, die dann das Ticket zur EM-Endrunde in knapp drei Jahren lösen soll. Wir wollen rechtzeitig die richtigen Weichen stellen, meinte Eilts.
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