München - Der FC Bayern München steht vor der Wende in seiner Transferpolitik. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kündigte an, der deutsche Fußball-Rekordmeister werde für die kommende Saison einen Top-Star für rund 30 Millionen Euro verpflichten.
Etwa in dem Rahmen. Plus Gehalt. Falls so einer dann auf dem Markt ist, sagte Rummenigge der Bild-Zeitung. Bislang hatten die Münchner Transfers in dieser Größenordnung stets ausgeschlossen. Wir reden da über Neuland, was deutsche Verhältnisse bei Neuzugängen betrifft, sagte Rummenigge.
Der Aufsichtsrat des Vereins sei über die Pläne der sportlichen Führung bereits informiert. Wir sind bereit, einen Kracher zu holen, sagte der Bayern-Chef. Die Verpflichtung neuer Spieler in der Winterpause schloss Rummenigge trotz des durchwachsenen Saisonstarts der Münchner in der Bundesliga jedoch aus. Spieler, die uns weiterhelfen, sind im Winter nicht zu haben. Und Ergänzungsspieler brauchen wir nicht.
Manager Uli Hoeneß drohte unterdessen vor dem Spitzenspiel gegen Tabellenführer VfB Stuttgart am Samstag der Konkurrenz im Bundesliga- Titelrennen. Ein Unentschieden gegen Stuttgart wäre zu wenig. Jetzt ist der Zeitpunkt, wo die Serie kommen muss, sagte Hoeneß der Sport Bild. Der 54-Jährige zeigte sich zuversichtlich, dass nach dem 3:2- Sieg in Leverkusen die Trendwende eingeleitet sei. Eine Mannschaft, die keinen Mumm und keine Power hat, hätte das nicht geschafft, sagte Hoeneß.
Der Manager suchte zugleich den Schulterschluss mit dem zuletzt in die Kritik geratenen Trainer Felix Magath. Die Mannschaft hat sich in einer kritischen Phase aus eigener Kraft aus dem Sumpf gezogen. Das hat mir gezeigt, dass das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft funktioniert. Auch nach einer Niederlage in Leverkusen hätte der Verein den Coach niemals im Regen stehen lassen. Rummenigge sprach Magath ebenfalls das Vertrauen aus: Wir alle sind der Meinung, dass Felix Magath hier noch sehr viel Positives bewegen kann.
Allerdings kündigte Hoeneß eine neue Politik des verstärkten internen Dialogs mit den Profis an. Wir haben alle gedacht, die müssten das alles selber schaffen. Aber diese junge Generation braucht offensichtlich doch mehr Hilfe und Orientierung, sagte Hoeneß. Auch Magath werde künftig mehr Einzelgespräche mit Spielern führen. Ich gehe darum davon aus, dass wir so mehr Stabilität reinbekommen. In die Mannschaft, in den gesamten Laden, sagte Hoeneß.
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