Hamburg - Benjamin Lauth kehrte als deutscher Meister zurück zum Hamburger SV, geholfen hat es ihm nichts. Der zur Rückrunde an den VfB Stuttgart ausgeliehene fünffache Nationalspieler war an der Alster nicht mehr erwünscht und wechselte daraufhin zum Nordrivalen Hannover 96.
Am Ende ging alles recht schnell. Am 2. Juli übte er noch in Hamburg, am Tag darauf unterzeichnete der 25-Jährige einen Dreijahresvertrag in Hannover und am 4. Juli trainierte er erstmals bei seinem vierten Bundesligaclub.
Ich freue mich auf 96 und die neue Herausforderung, gab Lauth artig zu Protokoll. Von einer Flucht aus der Karriere-Sackgasse wollte er nichts wissen. Der Abschied aus Hamburg ist korrekt verlaufen, betonte Lauth bei seinem Dienstantritt. Hannovers Coach Dieter Hecking freut sich auf Stürmer Nummer sechs: Ich bin froh über diesen Konkurrenzkampf, wenngleich noch längst nicht alle unsere Angreifer fit sind.
Die Vergangenheit Lauths in Stuttgart und beim HSV interessiere ihn nicht, hob Hecking hervor: Ich habe mich auch mit VfB-Coach Armin Veh über Lauth unterhalten. Er ist ein schneller und beidfüßiger Stürmer, der in verschiedenen Spielsystemen agieren kann. Lauth verfügt über ein hohes Spielverständnis und ich hoffe, er wird auch wieder jene Torgefahr ausstrahlen, die er bereits unter Beweis gestellt hat. Nicht nur das 1000. Bundesliga-Tor seines früheren Clubs TSV 1860 München gehörten dazu. Lauth erzielte zudem einen sehenswerten Fallrückziehertreffer zum Tor des Jahres 2002.
In Hannover erhofft sich Lauth nunmehr eine faire Chance. Bei 96 bin ich gut aufgenommen worden. Da stecken ein Plan und ein Konzept dahinter, beschrieb er die ersten Eindrücke. Für mich ist es wichtig, dass ich an die Zeit beim VfB anknüpfen kann. Dort hatte ich ein gutes Gefühl. Als fünfter Zugang der Niedersachsen sieht sich der Blondschopf gerade im Sturm großer Konkurrenz ausgesetzt: Nicht weniger als sechs Angreifer erheben Anspruch auf jene vakante Position im 4-2-3-1-System von Trainer Dieter Hecking, mit dem die Niedersachsen vergangene Saison erfolgreich waren.
Lauth kennt die Sturmkonkurrenten wie Thomas Brdaric, Mike Hanke oder Vahid Hashemian. Er gibt sich kämpferisch und selbstbewusst. Ich bin fit und habe keine Verletzung, daher will ich angreifen. Am besten gleich zum Saisonauftakt im Heimspiel gegen seinen Ex-Club HSV. Das ist ein besonderes Spiel, etwas Schönes. Wir wollen mit einem Sieg starten. Logisch möchte ich dabei sein.
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